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Archiv für die Kategorie ‘Zeitgeschichte’

Gedenken zum 95 Jahrestag der Hölle von Verdun

Verdun – der Name steht für die unbegreiflichen Schrecken und Grausamkeiten des Krieges, mittlerweile aber auch für Aussöhnung, Frieden und die deutsch-französische Freundschaft.
Die Schlachtfelder von Verdun tragen die bis heute noch sichtbaren Narben des ersten Weltkriegs, auch wenn die Natur insbesondere im Frühling und Sommer sie bedeckt und schöner aussehen lässt.

Das Beinhaus zwischen Douaumont und Thiaumont. Das Mahnmal beherbergt die sterblichen Überreste von 130.000 nicht identifizierten Soldaten, die nach dem Krieg auf dem Schlachtfeld geborgen wurden. Der Turm, 46 m hoch, ist in der Form einer Granate erbaut, im Innern befinden sich auch ein Museum und ein Filmvorführraum.
Auf dem französischen Nationalfriedhof vor dem Beinhaus befinden sich Gräber mit 15000 identifizierten Gefallenen. Die Grabsteine haben verschiedende Formen, unterschieden je nach christlichen, muslimischen und jüdischen Gefallenen.

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Heldentenor Peter Hofmann ist tot

Er hatte alles, was er sich für ein erfolgreiches Leben wünschte: Seit 1972 zählte Peter Hofmann zu den größten Helden-Tenören der Welt, feierte als „Parsifal“ und „Lohengrin“ an der New Yorker Met und in Bayreuth musikalische Triumphe, besaß ein eigenes Schloss, fuhr teure Autos und kassierte höchste Gagen. Nun ist Peter Hofmann nach langer, schwerer Parkenson-Krankheit im Alter von 66Jahren verstorben.

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Tag der deutschen Einheit in Bremen

30. September 2010 Keine Kommentare

Am 2. und 3. Oktober begeht die Bundesrepublik Deutschland in Bremen den zwanzigsten Jahrestag des Falls der Deutschen Mauer. Am Beginn der Ländermeile rund um den Weser Tower präsentieren sich Bremen und Bremerhaven unter dem Motto “Zwei Städte ein Land”. Wasser, Wind und Weltraum sind hwerpunkte der gemeinsamen Länderpräsentation mit höchst zukunftsfähigen Qualitäten. Bei der offiziellen Eröffnung der Feierlichkeiten am Freitag nehmen der neue Bundespräsident Christian Wulff, Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Bürgerdelegationen ehrenamtlicher „Ost-West-Brückenbauer” der 16 Bundesländer teil. Eingeladen sind zudem die in Deutschland akkreditierten Botschafter, hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Kultur, Zeitzeugen und Akteure der Friedlichen Revolution und der Aufbaujahre, denen die ersten Gehversuche des frisch vereinten Deutschlands auf dem unbekannten Parkett der Demokratie noch mehr als geläufig sind.

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Christian Wulff wird neuer deutscher Bundespräsident

Nach einem nervenzehrenden Abstimmungsdrama wird Christian Wulff neuer deutscher Bundespräsident, obwohl sein Wahlsieg für die schwarz-gelbe Koalition auch ein weiterer Rückschlag bedeutet. Wulff setzte sich am heutigen Mittwochabend nach stundenlangem Zittern mit 625 Stimmen gegen den von SPD und Grünen nominierten früheren DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck durch. Erst im dritten Wahlgang konnte sich der bisherige Ministerpräsident von Niedersachsen gegen den rot-grünen Kandidaten Joachim Gauck durchsetzen. Der stundenlange Abstimmungsentscheid bedeutet eine herben politische Entäuschung für die schwarz-gelbe Koalition, die mit Wulffs Wahl eigentlich demokratische Einigkeit demonstrieren wollte. Trotz allem gab es Freude bei der Union über den überraschenden Wahlsieg, während die SPD unter Führung von Siegmar Gabriel vor allem die Linkspartei kritisierte, die sich Gauck verweigerte.

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Der “Kanzler der Einheit” wird 80

Am kommenden Samstag wird Altbundeskanzler Helmut Kohl 80 Jahre alt. Nicht nur der frühere US-Präsident George Bush sen. und dessen damaliger sowjetischer Amtskollege Michail Gorbatschow bekundeten dem “Kanzler der Deutschen Einheit” für sein Lebenswerk Respekt und Anerkennung, auch sein Kanzler-Nachfolger Gerhard Schröder hatte schon im Voraus gratuliert. Kohls Berliner Büro teilte am Donnerstag mit, dass die offizielle Geburtstagsfeier am 5. Mai in Ludwigshafen stattfinden wird.

Zu der Feierstunde mit etwa 1000 Ehrengästen werden auch mehrere ausländische Staatsgäste teilnehmen. Ebenso werden Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel gemeinsam mit dem rheinland- pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck, der Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Eva Lohse und Alt-Bundespräsident Roman Herzog erwartet, der auch die Laudatio für Helmut Kohl halten wird.

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Das Adenauer-Haus in Rhöndorf

Der für seine Bescheidenheit bekannte erste deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer lebte in Rhöndorf, einem malerisch gelegenen Weindorf zwischen dem Rheintal und dem Siebengebirge. Hier, unweit seiner Heimatstadt Köln baute der von den Nationalsozialisten entlassene Kölner Oberbürgermeister 1936/37 für sich und seine Familie ein großzügiges Haus am Rhöndorfer Zennigsweg…

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Categories: Zeitgeschichte

Gabriel Bach, stellvertretender Hauptankläger im Eichmann-Prozess, zu Gast in Saarbrücken

Gabriel Bach, ehemaliger israelischer Bundesrichter und Mitarbeiter im Prozess gegen den Hauptorganisator des Holocaust, sprach am 27.Januar anlässlich der Gedenkstunde des saarländischen Landtags an die Opfer des Nationalsozialismus im vollbesetzten Konferenzsaal des in der Nähe der Gedenkstätte “Gestapo Lager Neue Bremm” befindlichen Mercure-Hotels in Saarbrücken. Im Anschluss an die offizielle Gedenkstunde legte Gabriel Bach gemeinsam mit dem saarländischen Landtagspräsidenten Hans Ley einen Kranz am Mahnmal der Gedenkstätte nieder.
Gabriel Bach, 1927 in Halberstadt geboren, wuchs in Berlin auf. Im Jahr 1938 emigrierte die jüdische Familie zunächst nach Amsterdam, später von dort weiter nach Israel. Bach studierte Jura und wurde Staatsanwalt. Als juristischer Mitarbeiter arbeitet er im Prozess gegen Holocaust-Organisator Adolf Eichmann mit. Später wurde Bach Generalstaatsanwalt, dann Richter am Obersten Gericht in Israel. Der heute 82-jährige Israeli, der als Kind mit seiner Familie nur “haarscharf” dem Holocaust entkam, lag, wie er sagte, persönlich sehr viel daran, an diesem Tag vor allem jungen Menschen vom dem zu berichten, was, wie er sagte, emotional und historisch nicht so bekannt ist: “Eichmann hatte es sich zu seinem Hauptziel gemacht, die Juden nicht nur in Auschwitz völlig auszurotten. Von daher war es für ihn eine große Schmach, am Ende vor einem israelischen Gericht zu stehen.”

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Friedrich der Große und sein Schloss Sanssouci

Preußen, meinte Reichskanzler Otto von Bismark einmal, sei ein Athlet, allen voran die Hohenzollern. Sie überraschten in Europa nahezu jeden, denn wer hätte erwartet, daß dieses Geschlecht aus Landjunkern und Habenichtsen im Laufe der Jahrhunderte einen solch rasanten Aufschwung nehmen würde. Lange hatte diese Dynastie in Mittelmäßigkeit verharren müssen, bis im 17 Jahrhundert drei hohe hohenzollernsche Herrscher Preußen zu Ruhm und Macht verhalfen. Der größte von ihnen war wohl Friedrich der Zweite, den seine Zeitgenossen schon den Großen nannten. Er hatte Preußen zur Großmacht empor gekämpft, als Gegenmacht Österreichs und zeitweilig beinahe ganz Europas. Zur Verblüffung, zum Schrecken oder zur Begeisterung der Mitwelt. Zum Staunen noch aus allen Generationen seither.

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Categories: Tourismus, Zeitgeschichte

Schloss Karlsberg- ein vergessenes Versailles

Seit einiger Zeit kann man auf dem Karlsberg bei Homburg wieder auf gut beschilderten Wegen Wanderungen zu den wenigen, noch erhaltenen Resten des legendären Schlosses Karlsberg unternehmen, die zum großen Teil wieder neu ausgegraben und restauriert wurden. Mit den neuen Wegbeschilderungen und Restaurierungsmaßnahmen der Schlossruinen hat es sich die Stadt Homburg zur Aufgabe gemacht, jedem interessierten Besucher die Geschichte von Schloss Karlsberg wieder näher zu bringen.
Und das ist eine fantastische Geschichte. Sie handelt von der größten Landresidenz Europas-größer als Versailles. Von verwunschenen Parks, Tempeln und Theatern, Tiermanegarien, überhaupt von einem der großartigsten Orte aus der alten Zeit der Fürsten und Herzöge. Das alles und noch manches mehr hat es hier auf dem Karlsberg bei Homburg tatsächlich gegeben.

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Categories: Zeitgeschichte

Das Landgestüt Zweibrücken in Geschichte und Gegenwart

Pferde: seit Jahrtausenden sind sie treue Begleiter des Menschen. Ob im Krieg oder im Frieden, im Polizeidienst oder beim Freizeitsport. Überall spielte und spielt das Pferd eine tragende Rolle und übt bis heute eine große Faszination auf die Menschen aus.
Die Stadt Zweibrücken nennt sich die Stadt der Rosen und der Rosse. Während bald im nahegelegenen fünf Hektar großen Rosengarten die Teehybride Vigrette, eine schwarze Rose, in voller Blüte steht, sind die edlen Rösser des Zweibrücker Gestüts von zeitloser Schönheit. In dem kleinsten deutschen Landgestüt werden seit 1755 die “Zweibrücker Warmblüter” gezüchtet.

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Categories: Zeitgeschichte