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50. Todestag des unvergessenen Tenors und Kammersängers

Fritz Wunderlich – eine Jahrhundertstimme die nie verklingt!

16. September 2016

Als der Tenor Fritz Wunderlich vor 50 Jahren durch einen tragischen Unfall aus dem Leben gerissen wurde, hinterlies sein Tod nicht nur in der klassischen europäische Musikwelt eine Lücke, die sich über Jahrzehnte hinweg nicht schließen sollte. Wohl jedem, dem Oper, Lied, ja Gesang überhaupt am Herzen liegen spürt anhand der zahlreichen zurückgelassenen Musikaufnahmen, wie lebendig und alle Nerven treffend die Stimme dieses außergewöhnlichen Sängers bis heute immer noch ist.

Neun Tage vor seinem 36 Geburtstag fällte das Schicksal den kraftvollen, vitalen

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Mann mit einem geradezu groteskem Unglücksfall:

Nach einem anstrengenden Auslandskonzert fuhr der passionierte Jäger für einen mehrtägigen Jagdurlaub zu Bekannten ins oberschwäbische Derdingen. Im Jagdhaus seines Freundes Heinz Blanc zog er sich am Abend des 17.September 1966 bei einem unglücklichen Treppensturz so schwere Schädelfrakturen zu, dass er einen Tag später in der Heidelberger Universitätsklinik seinen schweren Verletzungen erlag.

Am nächsten Tag stand es in allen Zeitungen – “Das Schicksal hat uns alles genommen.” Bei Fritz Wunderlich war es keine Phrase, er ist unersetzlich und wir können ihn nicht vergessen. Nur knapp 7 Jahre hat die Weltkarriere des bedeutensten lyrischen Tenors des 20. Jahrhunders gedauert.

Der 1930 im pfälzischen Kusel in einfachen Verhältnissen geborene hochbegabte Gesangssolist, spielte von Jugend an Unterhaltungsmusik in verschiedenen Gruppen und erhielt ersten Gesangsunterricht in Kaiserslautern. Mit 25 Jahren schloss der klassisch ausgebildete Opern-und Konzertsänger sein Studium an der Freiburger Musikhochschule mit Bravur ab, nachdem er ein Jahr zuvor in einer Hochschulaufführung in Freiburg als Tamino in Mozarts Zauberflöte seinen ersten Erfolg feiern konnte.

Daraufhin wurde er 1955 an die Württenbergische Staatsoper in Stuttgart, wo er auch seine spätere Frau Eva kennenlernte, engagiert. Als er dort – ebenfalls als Tamino – für den erkrankten Tenorkollegen Josef Traxel einspringen durfte, weil der eigentlich als Ersatz vorgesehene Wolfgang Windgassen zugunsten des Anfängers verzichtete, wurde er praktisch über Nacht zum Star.

Seine Weltkarriere begann, als er 1959 bei den Salzburger Festspielen den https://www.viagrapascherfr.com/viagra-prix-montreal/ “Henry” in Richard Strauss wieder entdeckter Oper ” Die schweigsame Frau” sang. Die begeisterte Presse feierte den jungen Tenor und machte ihn über den deutschen Sprachraum hinaus bekannt.

Bald war er auf allen internationalen Bühnen zuhause, arbeitete mit weltbekannten Dirigenten wie Karl Böhm, Robert Stolz und Herbert von Karajan, gastierte als Ensemble-Mitglied an der Wiener Staatsoper und war regelmäßig Gast der Salzburger Festspiele. Weitere Engagements führten ihn unter anderem nach Berlin, Aix-en-Provence, Venedig, Buenos Aires, London, Edinburgh und Mailand.

Und überall erwarb er sich einen hervorragenden Ruf als Interpret des deutschen Liedguts. Aber auch Schlager, wie das von Augustin Lara geschriebene Granada, oder das italienische Volkslied Tiritomba sang er auf unvergleichliche Weise, in dem er seine Stimme wie eine Spirale auf- und abschnellen ließ. 1966 sang er während der Edinburger Festspiele. Danach machte er Plattenaufnahmen mit Hermann Prey, um in der nächsten Saison ein Engagement an der New Yorker Met anzutreten. Doch dazu kam es nicht mehr.

Fritz Wunderlich hinterließ eine Frau, drei Kinder und ein in die Millionen gehendes Publikum, dass diese Jahrhundertstimme bis heute betrauert. Noch immer werden neue CDs mit alten Aufnahmen herausgebracht. Die gerade neu herausgegangenen 50 CDs “Fritz Wunderlich – die größten Erfolge und Raritäten“, sind der bislang umfassendste Versuch, den künstlerischen Werdegang dieses außergewöhnlichen Sängers anhand der hinterlassenen Musikaufnahmen hörbar zu machen.

Doch trotz aller Neuveröffentlichungen, Gedenkkonzerte und Gedenksendungen wird die Lücke die Wunderlich hinterlassen hat um so schmerzlicher bewusst und heute, nach diesem zeitlichen Abstand wissen wir, was die Musikwelt damals gelähmt vor Entsetzen noch gar nicht richtig begriffen hatte. Nämlich , dass Fritz Wunderlich nicht einfach nur ein großer Sänger seiner Generation war, sondern eine der schönsten Tenorstimmen, die uns das 20 Jahrhundert geschenkt hatte und deren Wirkung bis weit in die Zukunft reichen wird.

Quelle:
Dieter J. Maier

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