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Zwischengipfel der Großregion – Grenzenlose Chancen nutzen

2. Dezember 2013

Die Großregion zwischen Rhein, Mosel, Saar und Maas wird ihre Zusammenarbeit mit der Einrichtung eines gemeinsamen Sekretariates weiter verdichten. Wie die Gipfelpräsidentin, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, bei einer Pressekonferenz in Trier mitteilte, wird es seinen Sitz im Haus der Großregion in Luxemburg-Stadt haben und Mitte nächsten Jahres arbeitsfähig sein.

Teilnehmer des Zwischengipfel der Großregion; Bild: Harald Tittel / © Staatskanzlei

Teilnehmer des Zwischengipfels der Großregion; Bilder: Harald Tittel / © Staatskanzlei

„Das Sekretariat übernimmt die Organisation der Gipfel, ist aber auch Anlaufstelle für Fragen der Bürgerinnen und Bürger und wird die grenzüberschreitenden Aktivitäten kommunizieren“, sagte Ministerpräsidentin Dreyer, die im Januar 2013 die zweijährige Präsidentschaft des 14. Gipfels der Großregion übernommen hatte.

Die Partner hatten sich auf Einladung der Ministerpräsidentin zu ihrem Zwischengipfel in Trier getroffen, um sich über die bisherigen Ergebnisse der rheinland-pfälzischen Präsidentschaft und die weiteren Aktivitäten auszutauschen. „Ich möchte vor allem einen Beitrag dazu leisten, dass die Chancen und Möglichkeiten eines grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes besser genutzt werden können. Dabei habe ich die Themen Fachkräftesicherung in den Pflegeberufen, grenzüberschreitende Berufsbildung und Zusammenarbeit in der Jugendarbeitsmarktpolitik in den Vordergrund gestellt“, erläuterte die Ministerpräsidentin. Erstmals sei hierzu eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden, die die unterschiedlichen Aktivitäten in der Großregion koordiniere. Bis Ende 2014 soll eine Rahmenvereinbarung erreicht werden, die gemeinsame Ziele formuliert und definiert, welche Formen von grenzüberschreitender Berufsausbildung in der Großregion angestrebt werden sollen.

„Beim Thema Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit will ich den grenzüberschreitenden Diskurs institutionalisieren, um bei den Förderansätzen und arbeitsmarktpolitischen Instrumenten voneinander zu lernen. Hierzu findet übermorgen erstmals ein Expertenworkshop statt, bei dem die zuständigen Arbeitsministerien, Arbeitsverwaltungen und Jugendämter zusammenkommen“, so Malu Dreyer. Um im Bereich der Pflege gemeinsame Handlungsansätze zu finden, sei ein Forschungsprojekt auf den Weg gebracht worden, das erstmalig aus einer grenzüberschreitenden Perspektive die Pflegesituation detailliert betrachte. Ministerpräsidentin Dreyer: „Die Ergebnisse werden Grundlage für Strategien zur Fachkräftesicherung in den Pflegeberufen in der Großregion sein.“

Mit über 200.000 Grenzgängerinnen und Grenzgängern hat die Großregion ein besonders hohes Pendleraufkommen. Deshalb bezeichnete es die Ministerpräsidentin als wichtiges Ziel, die grenzüberschreitende Mobilität durch ein grenzüberschreitend abgestimmtes ÖPNV-Angebot auf Straße und Schiene zu verbessern. „Gemeinsam mit allen Partnern der Großregion arbeiten wir zurzeit an einem grenzüberschreitenden Mobilitätsportal im Internet mit einer elektronischen Fahrplanauskunft. Es soll im Frühjahr 2014 veröffentlicht werden“, so Malu Dreyer.

Als weiteren Schwerpunkt führte die Ministerpräsidentin die Kooperation auf dem Energiesektor an. „Mit vielen guten Projekten wollen wir die Großregion mit ihren elf Millionen Einwohnern und Einwohnerinnen zu einer europäischen Modellregion für die Energiewende machen“, so Dreyer. Erst vor wenigen Tagen habe in Trier der erste „Energiekongress der Großregion“ stattgefunden. Dessen Ergebnisse und weitere Workshops würden im kommenden Frühjahr in ein Gipfeltreffen speziell zum Thema Energie einfließen, bei dem weitere konkrete Schritte vereinbart würden. Die Ministerpräsidentin erläuterte, dass im Grenzraum viele Unternehmen mit globaler Ausrichtung und innovativen Produkten angesiedelt seien. Sie könnten Vorreiter sein für eine nachhaltige Energieversorgung. „Unser Ziel ist es, grenzüberschreitende Handlungsansätze der Energiewende zu stärken und regionale Energiestrukturen aufeinander abzustimmen“, sagte Dreyer.

Mit ihren mehr als 17.000 Sportvereinen, 360 Sportfachverbänden über 2,6 Millionen aktiven Sportlern und Sportlerinnen sei die Großregion eine Sportregion. „Sportvereine und Verbände pflegen und leben seit Jahren eine intensive grenzüberschreitende Zusammenarbeit über alle Sportarten hinweg. Wir wollen mit konkreten Maßnahmen und Projekten Impulse geben, damit die Großregion in den nächsten Jahren noch enger zusammenwächst“, so die Ministerpräsidentin. Hierzu gehörten Veranstaltungen wie der Jugendfußballcup, das Balance Fußballprojekt, die Hallenmeisterschaft der Großregion, aber auch Sport-Mikroprojekte.

„Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir in den vergangenen

elf Monaten vieles auf den Weg gebracht, das sich konkret auf die Lebensbedingungen der Menschen in der Großregion auswirken wird. Daran arbeiten wir in den nächsten Monaten mit großer Freude weiter“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie gab auch einen Ausblick auf kommende Veranstaltungen und nannte neben dem bereits erwähnten Sondergipfel der Großregion zum Thema Energie im Frühjahr 2014 in Trier unter anderem den Großregionalen Bildungstag, den Jugendfußballcup der Großregion am 5. und 6. Juli 2014 in Trier; die 16. Fairplay Tour der Großregion im Juli 2014, eine Gedenkveranstaltung „100 Jahre 1. Weltkrieg“ am 12. September 2014 in Koblenz sowie das Jugendforum der Großregion zum Thema „Ausbildung und Arbeit“ im Herbst 2014.

Quelle:
Staatskanzlei Mainz

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