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MdB Tressel: Kein Klontierfleisch in den Handel

21. Dezember 2013

Fleisch

Der saarländische Grünen-Bundestagsabgeordnete Markus Tressel kritisiert den Gesetzesvorschlag der EU-Kommission zur Regelung von Klonfleisch scharf. Der Vorschlag sieht vor, das Klonen von Tieren zu Nahrungsmittelzwecken erstmals in der EU zu verbieten. Gleichzeitig soll aber sowohl das Fleisch, als auch die Milch von direkten Nachkommen der Klontiere ohne Kennzeichnung in den Handel gelangen dürfen. Begründet wird dieser Schritt damit, dass der Aufwand zu hoch sei, um Nachkommen von Klontieren zu ermitteln. Im Endeffekt ist es jedoch so, dass eine Kennzeichnungspflicht gegen die Regeln der

WTO verstoßen und das geplante Freihandelsabkommen erschweren könnte.

 

Tressel hierzu: „Diese Gesetzesvorlage zeigt, wohin uns das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA führen wird: heimlich, still und leise soll der Europäische Markt für Produkte geöffnet werden, denen eine große Mehrheit der Bevölkerung berechtigterweise sehr kritisch gegenüber steht. Hierzu gehört neben Klontieren auch gentechnisch veränderte Pflanzenarten wie Genmais, die zudem von großen Konzernen wie Monsanto patentiert werden. Wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass es

einmal möglich sein würde, ein Patent auf Lebewesen anmelden zu können? Dieser Weg ist aus unserer Sicht der absolut falsche, wir müssen die Bedenken der Bevölkerung ernst nehmen und dürfen uns an

dieser Stelle nicht den Vorstellungen der USA beugen.

Da kann die Europäische Behörde für Nahrungsmittelsicherheit (EFSA) so sehr auf der Unbedenklichkeit von Fleisch und Milch von Klontieren beharren, Klontechnik zu Nahrungsmittelzwecken einzusetzen ist lediglich für die entsprechenden Konzerne interessant und findet keine Unterstützung in der Bevölkerung.“


 

 

Quelle:
Markus Tressel, MdB

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