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Richard Weber neuer Präsident von Eurochambres

17. Oktober 2013

richard-weberDr. Richard Weber, Präsident der IHK Saarland, wurde heute  auf der Vollversammlung in Istanbul einstimmig zum neuen Präsidenten des europäischen Kammerdachverbandes Eurochambres gewählt. Eurochambres wird getragen von 45 nationalen Kammerorganisationen, darunter auch dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), und vertritt mehr als 20 Millionen Unternehmen in der Europäischen Union und benachbarten Ländern.
Richard Weber tritt sein Amt am 1. Januar 2014 als Nachfolger von Alessandro Barberis an, dem langjährigen Präsidenten der italienischen Kammer Turin. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. Für Weber ist es ein wichtiges  Signal, dass seine Wahl in Istanbul stattfindet: „Integration statt Wagenburg“ lautet denn auch seine persönliche Botschaft für Europa. Als deutscher Unternehmer streitet er zudem für die Europäisierung der Energiewende.

Weber erklärte, Eurochambres werde sich – auch mit Blick auf die Europawahlen 2014 – bei den Entscheidungsträgern in Brüssel und in Europa stark aufstellen. Es sei ihm wichtig, dass der Kammerdachverband sich als pan-europäisches Netzwerk intensiv an Entscheidungsprozessen auf EU-Ebene beteilige, um den Anliegen der europäischen Wirtschaft noch mehr Gehör zu verschaffen. Dazu möchte er die Kernaufgaben der Kammern – vor allem Ausbildung, Innovation und Interessenvertretung der Wirtschaft – weiter ausbauen. Die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Europa sei dabei ein zentrales Anliegen, das bei den Vertretern der EU ebenso platziert werden müsse wie in den einzelnen EU-Mitgliedsländern. „Die Kammern sollen als kompetente Partner in Wirtschaft und Politik klar positioniert sein“, betonte Weber.

Damit Eurochambres diese Aufgaben auch künftig meistern könne, seien eine stärkere Zusammenarbeit, mehr Erfahrungsaustausch und eine bessere Kommunikation zwischen den Kammern notwendig. Weber unterstrich: „Eurochambres soll eine Organisation von und für seine Mitglieder sein – für Unternehmen und für Kammern.“

Zur Person:
Richard Weber ist promovierter Volkswirt. Geboren wurde er am 27. März 1944 in Zweibrücken. Nach dem Abitur und Wehrdienst folgte das Studium. 1983 löste er seinen Vater als geschäftsführenden Gesellschafter der in Homburg/Saar ansässigen Karlsberg Brauerei ab. Bekannt wurde die Karlsberg Brauerei vor allem mit Biermischgetränken; sie gilt deshalb als Trendsetter in der Branche. 2010 stieg auch sein Sohn Christian in das Familienunternehmen ein.
Die zentrale Lage des Unternehmens im Herzen Europas nutzte Richard Weber schon früh für Kontakte nach Frankreich und Luxemburg. Richard Weber spricht mehrere Sprachen, darunter französisch, englisch und italienisch. Von 1992 bis 1996 war er Präsident des europäischen Brauereiverbandes, seit 1996 ist der Familienunternehmer Präsident der IHK Saarland. Seit 2011 ist er Vizepräsident von Eurochambres.

Zu Eurochambres:
Eurochambres ist der Dachverband der europäischen Industrie- und Handelskammern. Die 1958 gegründete Organisation bündelt die Interessen von über 20 Millionen Unternehmen in 45 Ländern Europas – 93 Prozent davon sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die hohe Anzahl an Mitgliedunternehmen sorgt dafür, dass die Stimme von Betrieben aus jedem Sektor und jeder Größe auf europäischer Ebene Gehör findet. Dabei wahrt Eurochambres dennoch den regionalen Bezug – die Nähe der einzelnen Kammern zu den Unternehmen macht es möglich.

Eurochambres stellt sicher, dass die Industrie- und Handelskammern bei wichtigen wirtschaftspolitischen Entscheidungen der europäischen Institutionen mit einbezogen werden. Dazu gehört auch, die Abstimmungsprozesse intern zu begleiten und die Meinungen der Industrie- und Handelskammern zu harmonisieren. Eurochambres bietet seinen Mitgliedern außerdem umfassende Serviceangebote und ist eine wichtige Grundlage, europaweite Netzwerke aufzubauen und zu pflegen. Erklärtes Ziel von Eurochambres ist es, für Unternehmen, besonders KMU, die optimalen Rahmenbedingungen für erfolgreiches Unternehmertum zu schaffen. Dazu gehören unter anderem Rechtssicherheit sowie ein weltweit freier und fairer Handel.

Quelle:
Susanne Bartel M. A.

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