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Krankenhausbeschäftigte rufen zur Demonstration durch Saarbrücken

11. Oktober 2013
Für Samstag, 12.10.13, haben die Saarländische Krankenhausgesellschaft (SKG) und die Gewerkschaft ver.di zu einer Demonstration nach Saarbrücken gerufen. Wer im Krankenhaus arbeite, brauche mehr Anerkennung und Unterstützung, betonen die Organisatoren drei Tage vor der „vermutlich größten Krankenhausdemonstration, die das Saarland je gesehen hat“.

„Die Lage ist ernst. Die Kostenflut laugt die Krankenhäuser aus.“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der SKG, Alfons Vogtel. Der ver.di-Fachbereichsleiter Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen, Thomas Müller, ergänzt: „Die Beschäftigten sind an der Grenze ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit angekommen. Das Hamsterrad dreht immer schneller. Die Arbeitsbelastungen sind nicht mehr zumutbar.“ Die Krankenhäuser brauchen mehr Personal, um die Aufgaben in der geforderten Qualität zu leisten. Deswegen wendet man sich gerade jetzt im Prozess der Regierungsbildung an die Politik in Berlin und Saarbrücken. Die Landesregierung kündigte gerade an, die Investitionszuschüsse für die Krankenhäuser um weitere 3,7 Millionen Euro zu reduzieren.

In einem Aufruf – Motto: „Die Krankenhäuser und ihre Beschäftigten sind in Not. Neue Regierung – wir erwarten Taten“ der beiden Organisationen heißt es: „Wir erwarten, dass das Thema Krankenhausfinanzierung endlich grundlegend angepackt wird. Wir fordern eine bedarfsorientierte Krankenhausfinanzierung.“ Der Aufruf wird unterstützt von: Landespflegerat, Ärztekammer des Saarlandes, Verband der Krankenhausdirektoren, Landkreistag Saarland, Arbeitsgemeinschaft katholischer Krankenhäuser Saarland, Verband Evangelischer Krankenhäuser Rheinland-Pfalz / Saarland, Deutscher Gewerkschaftsbund, Deutsches Rotes Kreuz Landesverband Saarland, Kommunaler Arbeitgeberverband Saar, Saarländischer Städte- und Gemeindetag und Saarländischer Hebammenverband. Auch die Bevölkerung ist aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen. Es gehe um den Erhalt einer wohnortnahen Versorgung.

Von 24 Krankenhausstandorten fahren am Samstag Busse nach Saarbrücken, wo sich um 11:00 Uhr der Demonstrationszug aufstellen wird. Die Demonstration geht durch die Saarbrücker Innenstadt zum Gustav-Regler-Platz.

Auf der Kundgebung wird das Künstlertrio Ruge, Holzhauser und Becker zu Beginn und zwischen den Reden singen. Dabei wollen sie den „größten Chor der Krankenhausbeschäftigten“ bilden. Alfons Vogtel, Vorsitzender der Saarländischen Krankenhausgesellschaft, und Sylvia Bühler vom ver.di-Bundesvorstand, zuständig für den Bereich Gesundheitswesen, werden im Namen der Veranstalterinnen zu uns sprechen.

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