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Tragische Todesfälle in Heimen kein Ausweis für „Pflegenotstand“

23. August 2013

logo-spd-saarNach der heutigen Sitzung des Justizausschusses, betont Petra Berg, Justiziarin der SPD-Landtagsfraktion und vorsitzendes Ausschussmitglied, dass in keinem der drei Todesfälle Ermittlungen gegen Mitarbeiter oder Leiter von Heimeinrichtungen geführt werden.

„Die Ermittlungen sind in allen drei Fällen noch nicht abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft hat jedoch deutlich darauf hingewiesen, dass derzeit nicht gegen Pflegepersonal ermittelt wird“, berichtet Berg. „So tragisch jeder dieser Fälle ist, so sehr müssen wir ein Klima verhindern, dass den Beschäftigten in den Pflegebereichen das Gefühl vermittelt, sie würden bei ihrer Tätigkeit mit einem Bein im Gefängnis stehen. Von einem Pflegenotstand zu sprechen, ist unverantwortlich.“

Im Fall Merzig wird derzeit noch die Ursache des Todes des verstorbenen Mannes abschließend ermittelt. Erst daran anschließend wird entschieden, ob strafrechtliche Ermittlungen erfolgen. Im Falle der verstorbenen Heimbewohnerin von llingen wurde als Todesursache eine schwere

Lungenentzündung festgestellt, ausgelöst durch eingeatmete Speisereste. Nach erfolgreicher Reanimation nach dem Verschlucken an einem Kuchenstück, ist die Frau am Folgetag in einem Krankenhaus verstorben.

„An dieser Stelle muss darauf hingewiesen werden, dass auch der beste Personalschlüssel nicht alle Lebensrisiken im Vorfeld verhindern kann“, führt Berg

aus. „Sicher werden diese Todesfälle aber dazu führen, dass eine kritische Überprüfung der Standards in den Heimen erfolgt.“

Quelle:
Matthias Jöran Berntsen (mjb)

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