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Gute Bilanz des dreijährigen Modellprojektes “Selbstbestimmtes Wohnen”

16. August 2013


Andreas Storm

Sozialminister Andreas Storm äußerte sich zufrieden über die gute Bilanz des dreijährigen Modellprojektes “Selbstbestimmtes Wohnen mit ambulanter Betreuung“: „41 Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung, die zuvor in einer stationären Einrichtung gelebt haben, schafften mit Hilfe dieses Projektes den Wechsel in eine ambulant betreute Wohnform. Sie leben nun in ihrer eigenen Wohnung und können ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben führen. Dies zeigt, dass es gelingt durch vereinfachte Verfahren und finanzielle Anreize, mehr Menschen mit Behinderung in ein selbstbestimmtes Leben zu führen“.

Im Rahmen der Modellphase vom 1. August 2010 bis 31. Juli 2013 wurde der Wechsel von stationärer Betreuung in ambulante Betreuung jeweils 12 Monate lang besonders gefördert. Ziel war es, dem behinderten Menschen mehr Sicherheit hinsichtlich der notwendigen Unterstützung, den Trägern der Wohnstätten und den „Fachdiensten Selbstbestimmtes Wohnen“ mehr Planungs- und Finanzierungssicherheit zu geben. Darüber hinaus wurde der Verwaltungsaufwand reduziert.

In diesem Zusammenhang verwies der Minister auch auf die insgesamt positive Entwicklung der ambulanten Hilfen zum Wohnen im Saarland. So lebten 2006 noch 93,6% der Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung im Saarland in stationären Einrichtungen, nur 6,4% wurden ambulant in ihrer Wohnung betreut. Bis zum Jahresende 2012 konnte der Anteil der ambulanten Hilfen schon auf 22,5% gesteigert werden. Insgesamt 427 Menschen mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung wurden durch die vom Land finanzierten „Fachdienste Selbstbestimmtes Wohnen“ betreut.

Minister Andreas Storm: „Die Entwicklung zeigt, dass die Landesregierung mit ihrem Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf dem richtigen Weg ist und die Inklusion im Saarland  Fortschritte macht.“ Der Minister kündigte an, aufgrund der positiven Ergebnisse das Konzept zur verstärkten Förderung der Übergänge aus stationären Einrichtungen in das ambulant betreute Wohnen fortzuführen.

Quelle:
Annette Reichmann

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