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Reha-Kennzahlen 2012: Mehr Patienten in Rehamaßnahmen im Saarland

18. Juli 2013

Die 19 Rehakliniken im Saarland verzeichneten für das Jahr 2012 einen Anstieg um 1,55 Prozent bei den Patientenzahlen. Dies hat die Auswertung der Reha-Kennzahlen für das Jahr 2012 durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie im Saarland ergeben. Der Nutzungsgrad ist dabei im vollstationären Bereich um 13,8% und im teilstationären Bereich um 16,8 % angestiegen. 45,5 Prozent der durchgeführten Rehamaßnahmen wurden über die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und 42,7 Prozent über die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) abgerechnet.

Für die einzelnen Fachbereiche ergibt sich folgendes Bild: In der Suchtbehandlung liegt das Saarland sieben Tage unter dem Wert des Bundes. In den Fachrichtungen Orthopädie werden mit zwei Tagen und in den Fachrichtungen Innere und Neurologie mit jeweils einem Tag die Werte des Bundes unterschritten. Die durchschnittliche Behandlungsdauer von Psychischen Erkrankungen dagegen überschreitet die durchschnittlichen Werte im Bund um sieben Tage.

Anlässlich der jährlichen Auswertung der Reha-Kennzahlen fordert der saarländische Gesundheitsminister Andreas Storm erneut, den Reha-Deckel in der gesetzlichen Rentenversicherung ab dem kommenden Jahr anzuheben. „In den nächsten Jahren werden die geburtenstarken Jahrgänge vermehrt Reha-Leistungen in Anspruch nehmen. Dafür müssen wir rechtzeitig Vorsorge treffen“, erklärt Storm. „Die Anhebung des Reha-Deckels ab 2014 gehört daher zu den rentenpolitischen Sofortmaßnahmen, die nach der Bundestagswahl noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden müssen.“

Hintergrund:

Im Saarland gibt es derzeit 19 Rehabilitations-Kliniken, deren Belegung von verschiedenen gesetzlichen Leistungsträgern vereinbart wird. Diese 19 Rehabilitations-Kliniken halten folgende medizinische Fachbereiche vor: Innere Medizin allgemein, Gastroenterologie, Lungen- und Bronchialheilkunde, Geriatrie, Kardiologie, Orthopädie, Psychosomatik, Neurologie Psychiatrie allgemein und Psychiatrie Sucht. Innerhalb der genannten Kliniken gibt es 2 Mutter/Vater/Kind-Kliniken, die sich auf die besondere Situation einer Familie ausgerichtet haben.

Quelle:
Annette Reichmann

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