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Humboldt-Stipendiat am INM untersucht Nanopartikel für die gezielte Wirkstofffreisetzung von Medikamenten

16. Juli 2013

Viele Medikamente verlieren einen Teil ihrer Wirkstoffe schon, bevor sie an ihrem Zielort im Körper angekommen sind. Damit die Wirkstoffe

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nur an der gewünschten Stelle abgegeben werden, müssen sie in geeignete Transportmittel eingebracht werden. Um in die Zellen zu gelangen, müssen diese Transportmittel auch mit den Zellen wechselwirken. Die grundlegenden Zusammenhänge zwischen der Beschaffenheit solcher Transportmittel und den Zellen untersucht Nicolas Voelcker von der University of South Australia, Adelaide, Australien, im Rahmen seines Forschungsaufenthaltes als Humboldt-Stipendiat am INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien.

Bis 2015 wird der Grenzflächenchemiker in drei mehrmonatigen Aufenthalten am INM erforschen, wie poröse Silizium-Nanopartikel und -Nanostäbe als Wirkstofftransporter und -verteiler in die Zellen funktionieren können. Dabei untersucht Voelcker sowohl physikalisch als auch chemisch Zusammensetzung, Beschaffenheit und Verhalten der Nanopartikel-Oberflächen und vergleicht sie mit der Oberflächenbeschaffenheit menschlicher Zellen. Dafür arbeitet er mit der Juniorforschungsgruppe Strukturbildung auf kleinen Skalen am INM zusammen.

Das INM erforscht und entwickelt Materialien – für heute, morgen und übermorgen. Chemiker, Physiker, Biologen, Material- und Ingenieurwissenschaftler prägen die Arbeit am INM. Vom Molekül bis zur Pilotfertigung richten die Forscher ihren Blick auf drei wesentliche Fragen: Welche Materialeigenschaften sind neu, wie untersucht man sie und wie kann man sie zukünftig für industrielle und lebensnahe Anwendungen nutzen?

Dabei bestimmen vier Leitthemen die aktuellen Entwicklungen am INM: Neue Materialien für Energieanwendungen, Neue Konzepte für Implantatoberflächen, Neue Oberflächen für tribologische Anwendungen sowie Nanosicherheit. Die Forschung am INM gliedert sich in die drei Felder Chemische Nanotechnologie, Grenzflächenmaterialien und Materialien in der Biologie.

Das INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien mit Sitz in Saarbrücken ist ein internationales Zentrum für Materialforschung. Es kooperiert wissenschaftlich mit nationalen und internationalen Instituten und entwickelt für Unternehmen in aller Welt. Das INM ist ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft und beschäftigt rund 190 Mitarbeiter.

Quelle:
Dr. Carola Jung

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