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Serbischen Außenminister Ivan Mrkić auf Antrittsbesuch in der Messestadt Frankfurt

9. Juli 2013
Ivan Mrkic

Der Chef des Protokolls der Stadt Frankfurt, Karlheinz Voß, empfing gestern im Kaisersaal der Frankfurter Rathauses den serbischen Außenminister Ivan Mrkić  zu dessen Antrittsbesuch in Deutschland, in dessen Mittelpunkt bilaterale Themen sowie der Weg Serbiens in die Europäische Union standen. Außenminister Mrkić  betonte hierbei die guten bilateralen Beziehungen. Deutschland sei, so hob Mrkić hervor, wichtigster Handelspartner, größter Geber in Serbien und einer der größten Investoren. Zu den wichtigen Anliegen der neuen serbischen Regierung, die seit Juli 2012 im Amt ist, zähle die Förderung der Rechtstaatlichkeit. Denn Rechtstaatlichkeit sei ein wichtiger Standortfaktor für Investoren.

Ebenso müssten zu Serbiens Weg in die EU die notwendigen Voraussetzungen erfüllt werden. Besonders wichtig sei dabei eine Normalisierung der Beziehungen des Landes zu seinen Nachbarn, einschließlich Kosovo. Ivan Mrkić, der seit Juli 2012 in der gebildeten Regierung unter Ivica Dačić, als Außenminister der serbischen Republik vertritt, bezeichnete die Beziehungen zwischen Deutschland und Serbien seit vielen Jahren als ausgezeichnet. Dies beruhe zum einen auf jahrhundertelangen kulturellen Einflüssen Deutschlands und der großen Zahl von 197.984 serbischen Staatsangehörigen, die dauerhaft in Deutschland leben (rund 223.000 Personen) sowie früheren Gastarbeitern, die zwischenzeitlich nach Serbien zurückgekehrt sind. Ein weiterer Gesichtspunkt ist der intensive wirtschaftliche Austausch. Auch in wissenschaftlicher und technischer Hinsicht bestehen enge Beziehungen zwischen Institutionen und Menschen beider Länder.

Serbien ist Mitglied der Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation ( SMWK), und des Mitteleuropäischen Freihandelsabkommen (CEFTA), und unterhält weitere Freihandelsabkommen. Die Wirtschaftsleistung des Landes war infolge der Jugoslavienkrriege stark zurückgegangen, erholte sich aber in den Jahren von 2003 bis 2008 wieder etwas. Nachdem kurzfristig wichtige Erfolge im Rahmen des EU-Beitrittsprozess erreicht wurden (so u. a. das Inkrafttreten eines Interimsabkommen für Handelserleichterungen mit der EU und die Abschaffung der Visapflicht für serbische Staatsbürger, reichte Serbien offiziell am 22. Dezember 2009 seine Kandidatur für eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union ein und erhielt, nachdem auch Rumänien seinen Widerstand aufgegeben hat, am 1. März 2012 offiziell den Status eines Beitrittskandidaten.

Quelle und Film: Dieter J. Maier

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