Home > Allgemein > Die Wohnraumsituation wird sich für Studenten erneut verschärfen

Die Wohnraumsituation wird sich für Studenten erneut verschärfen

12. Juni 2013

File:Studentenwohnheime (Allmandring I) 003.JPG

Symbolfoto: , Universität Stuttgart, Vaihingen

Licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Germany license.

Das Wohnheim D wurde geschlossen und die ökonomischste Lösung ist ein Neubau. Wenn das Land keine finanzielle Mittel zur Verfügung stellt würde ein 20qm kleines Zimmer aber bereits 400 EUR monatlich kosten. Das entspricht dem doppelten Bafögsatz. Eine Millionen Euro Landesmittel würden nur 20 EUR Mieterleichterung bringen.

Dazu Michael Neyses( MdL, Piraten): „Will das Land weiterhin für Studierende attraktiv bleiben, muss es hier in die Tasche greifen. 400 Euro für 20qm sind nicht hinnehmbar. Und wohin dann mit den ganzen Studierenden im Wintersemester? Die Regierung bietet keine Alternativvorschläge zu unserem an, sie will einfach nur nicht Zahlen und schiebt den schwarzen Peter der Uni zu. Hier wird massivst am falschen Ende gespart. Wenn wir so weiter machen haben wir eine Uni mit wenigen Fächern und noch weniger Studierenden.“


Die Wohnraumsituation wird sich zum neuen Semester erneut verschärfen, hierzu erklärt der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Hubert Ulrich:


„Zum wiederholten Male wurde heute im Wissenschaftsausschuss über die Wohnraumsituation für Studentinnen und Studenten im Saarland diskutiert. Erneut konnte die Landesregierung keinen Fortschritt in Sachen „Wohnheim D“ vermelden. Dabei ist gerade der Campuswohnraum nach der Schließung des Wohnheims D äußerst knapp. Dieser wird jedoch benötigt, um vor allem ausländische Studentinnen und Studenten im kommenden Wintersemester eine bezahlbare Wohnung bzw. ein bezahlbares Zimmer auf dem Campus anbieten zu können.

Es ist für uns auch nicht nachvollziehbar aus welchem Grund der Landesregierung immer noch keine Ergebnisse der Bedarfsprüfung von studentischem Wohnraum vorliegen. Doch gerade diese wird gebraucht, um bedarfsgerecht planen zu können. Stattdessen versucht sie erneut den schwarzen Peter an das Studentenwerk weiterzugeben.

Wir befürchten, dass zu Beginn das Wintersemester 2013/14 erneut viele Studentinnen und Studenten ohne bezahlbare Wohnung oder ohne ein bezahlbares Zimmer das Studium an einer der saarländischen Hochschulen beginnen müssen. Es ist jetzt wirklich höchste Zeit, dass endlich eine Lösung für das bereits seit langem bekannte Problem gefunden wird. Wir haben das Thema erneut für den Wissenschaftsausschuss am 2. Juli auf die Tagesordnung setzen lassen. Bis dahin muss die Landesregierung einen längst überfälligen Fortschritt vermelden.“

Druckansicht
Categories: Allgemein
Kommentare sind geschlossen