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Benedikt XVI. setzt mit Rücktritt Maßstäbe

Ökumenische Frage ist eine zentrale Herausforderung für Papst-Nachfolger

28. Februar 2013
Papst Benedikt XVI. danke, grazie, thank you

Vor dem Hintergrund des heutigen Papst-Rücktritts würdigte die SPD-Landtagsfraktion die Verdienste von Benedikt XVI. in seiner Amtszeit. „Er hat in den zurückliegenden acht Jahren das Gespräch mit allen Religionsgemeinschaften gesucht, sich dabei stets für die Verständigung der Menschen eingesetzt und vor den Gefahren kriegerischer Auseinandersetzungen gewarnt“, unterstreicht Christiane Blatt – kirchenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. „Damit hat er nicht nur den Gläubigen seiner Kirche Orientierung gegeben, sondern auch darüber hinaus in die Gesellschaften hinein gewirkt. Bleibende Maßstäbe setzte er mit seiner Rücktrittsentscheidung, weil die Kräfte des Papstes für eine erfolgreiche Amtsausführung nicht mehr ausreichen.“

Blatt erinnert daran, dass Benedikt XVI. mit seinem Erfurter Besuch im Jahr 2011 bewusst auch ein Zeichen der Verständigung zwischen den Kirchen gesetzt hat. „Das begrüße ich als Protestantin ausdrücklich. Ich wünsche mir, dass der Nachfolger sich der Frage der Ökumene ebenfalls mit Ernsthaftigkeit annimmt.“

Darüber hinaus nennt Blatt die Rolle der Frau innerhalb der katholischen Kirche, die Aufarbeitung der Missbrauchsskandale sowie das Überprüfen der kirchlichen Sexualmoral als weitere Punkte, derer sich der Papst-Nachfolger widmen sollte. „Es wäre zu begrüßen, wenn sich die Kirche hier bewegen und sich die Realitäten des 21. Jahrhunderts auch in ihren Positionen wiederfinden würde.“

Quelle:
SPD-Saar

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