Home > Veranstaltungen, Zeitgeschichte > Vortrag – Die bewegende Lebensgeschichte des Ferdinand Graf von Zeppelin

Vortrag – Die bewegende Lebensgeschichte des Ferdinand Graf von Zeppelin

27. Februar 2013

Ferdinand von Zeppelin, 1838-1917

Baden-Baden. Gunter Haug schildert am Mittwoch, 13. März, 19.30 Uhr, in der Stadtbibliothek in seinem historischen Tatsachenroman die abenteuerliche Lebensgeschichte des Visionärs Ferdinand Graf von Zeppelin, der trotz zahlreicher katastrophaler Rückschläge immer wieder aufgestanden ist – bis er seinen großen Traum endlich verwirklicht sah, den Traum vom lenkbaren Luftschiff.

Im Volksmund nannte man ihn „Den Narr vom Bodensee“. Kaiser Wilhelm II. verspottete Zeppelin als den „Dümmsten von allen Süddeutschen“, um ihm nur drei Monate später den höchsten Orden des Deutschen Reiches zu verleihen. Millionen Menschen in aller Welt nahmen am 5. August des Jahres 1908 Anteil an der Katastrophe von Echterdingen, bei der das Luftschiff LZ 4 in Flammen aufging und der bereits 70 Jahre alte Zeppelin vor den Trümmern seiner Existenz stand. Doch aus den Überresten von LZ 4 wurde das „Wunder von Echterdingen“: Eine riesige Welle der Spendenbereitschaft erfasste ganz Deutschland.

Zuvor kaufte die Militärverwaltung im gleichen Jahr das voll funktionsfähige Luftschiff LZ 3 und stellte es als Z I in Dienst. Seit 1909 wurden Zeppeline auch in der zivilen Luftfahrt eingesetzt: Bis 1914 beförderte die Deutsche Luftschifffahrts AG auf mehr als 1500 Fahrten insgesamt fast 35.000 Personen unfallfrei. Die „Zeppeline“ galten seitdem als nationale Symbole und der Graf avancierte über Nacht zum Volkshelden. Die größte Anzahl von Zeppelinen wurde während des Ersten Weltkrieges gebaut. Anfangs waren die Luftschiffe als Bomber und Aufklärer unersetzlich, doch im Laufe des Krieges ging die Technik-Entwicklung über sie hinweg, und die Flugzeuge übernahmen die Rolle der Zeppeline.

Der Eintritt für die gemeinsame Veranstaltung von Bibliotheksgesellschaft und Stadt kostet 5 Euro.

Quelle:
Roland Seiter und Sibylle Hurst

Details



Druckansicht
Kommentare sind geschlossen