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Tarifrunde 2013 – Streik bei Coca Cola

29. Januar 2013

Stuttgart. In den vergangenen acht Tagen haben im NGG-Landesbezirk Südwest, d.h. in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, an allen Coca-Cola Standorten Warnstreiks stattgefunden.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hat im Vorfeld der morgen stattfindenden dritten Tarifverhandlung bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen. In Baden-Württemberg waren die Standorte Mannheim und Gomaringen (21.01.), Deizisau und Ravensburg (22.01.), Urbach und Riegel (24.01.), Talheim (25.01.) und Karlsruhe am 28.01. betroffen. In Hessen legten die Beschäftigten an den Standorten Liederbach und Gießen (21.01.) sowie Freigericht (28.01.) die Arbeit nieder. In Rheinland-Pfalz wurden die Standorte Mainz (21.01.), Kirn-Sulzbach (22.01.), Kaiserslautern (25.01.), Neuenahr (Apollinaris) und Kenn (28.01.) sowie heute Bendorf (29.01.) bestreikt. Am 28.01. waren auch die Kolleginnen und Kollegen am Standort Saarbrücken im Saarland zu einem Warnstreik aufgerufen.

Insgesamt waren rund 3.300 Beschäftigte im gesamten Landesbezirk aufgerufen, sich an den Warnstreiks zu beteiligen. „Die Kolleginnen und Kollegen haben mit den Aktionen ein deutliches Zeichen gesetzt!“ so Uwe Hildebrandt, Landesbezirksvorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. „Jeweils für zwei bis vier Stunden sind die Nacht-, Früh– und Spätschichten vor den Werkstoren gestanden. In dieser Zeit hat kein LKW die Standorte verlassen. Die Produktion stand still!“ so Hildebrandt.

Uwe Hildebrandt betont, dass die Beschäftigten nun auf ein faires Angebot der Arbeitgeberseite warten würden. Die NGG fordere in der aktuellen Tarifrunde eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um sechs Prozent. Hildebrandt kritisiert, dass die Arbeitgeberseite – trotz eines positiven Geschäftsergebnisses – eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit durchsetzen will und sogar mit einem Stellenabbau drohe.

Bundesweit sind ca. 12.000 Menschen bei Deutschlands größtem Getränkehersteller beschäftigt. Im Landesbezirk Südwest sind es rund 3.300 Beschäftigte.

Quelle:
Dipl.-Vw. Ursula Wolf

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