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SPD-Fraktion – Gewalttaten auf den Fußballplätzen sind Straftaten

6. Dezember 2012
Erhöhtes Polizeiaufgebot auf Fußballplätzen ist heute leider oft unvermeidlich

Symbolfoto: Steffen

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Am diesem Wochenende fallen dutzende Fußballspiele im Nord-Saar-Kreis aus, denn die Schiedsrichter protestieren gegen die zunehmende Gewalt im Amateur-Fußball. Hintergrund ist unter anderem der Angriff auf einen 16-jährigen Schiedsrichter vor
zweieinhalb Wochen. Dieser wurde von einem Torwart attackiert und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. In den Niederlanden starb am vergangenen Wochenende sogar ein Linienrichter nachdem er von mehreren jugendlichen Spielern
angegriffen wurde.

„Es ist nicht hinzunehmen, dass die Schiedsrichter um ihre Gesundheit fürchten müssen. Ganz klar: solche Angriffe sind Straftaten und durch nichts zu entschuldigen“, erklärt der sportpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Günter Waluga. „Bei allem Ehrgeiz
und aller Emotionalität auf dem Platz – es geht dabei um einen sportlichen Wettstreit. Gewalt ist absolut fehl am und auf dem Platz.“ Nach Darstellung des saarländischen Schiedsrichterverbandes betreffen diese Vorkommnisse alle Altersklassen.

Waluga weist darauf hin, dass auch verbale Ausfälle von Zuschauern für aggressive Stimmungen mitverantwortlich sind. „Niemand ist gegen Fan-Gesänge. Aber es kann einfach nicht sein, dass Schiedsrichter, Spieler oder Anhänger einer gegnerischen Mannschaft beleidigt und angepöbelt werden. Denn am Anfang einer Eskalation steht meist verbale Gewalt“, betont der Sportpolitiker. „Ich wünsche uns allen im Sinne eines fairen Sports, dass die Protest-Aktion der Schiedsrichter zu einem Mehr an Selbstkritik bei Spielern, Mannschaftsbetreuern und Fans führt.“

Quelle:
SPD-Fraktion Saar

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