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Das Erbe – Eröffnung der Ausstellung zum Bergbau im Saarland

3. Dezember 2012

Nach einer Planungs- und Bauphase von nicht einmal zwölf Monaten eröffnete Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer am vergangenen Freitag  gemeinsam mit Prof. Jürg Steiner, Wirtschaftsminister Heiko Maas und dem Vorsitzenden des Lenkungskreises, Ministerpräsident a.D. Reinhard Klimmt, eine hochwertige Ausstellung zum Bergbau im Saarland. Die Schau, im Standort der 1300 Quadratmeter großen ehemaligen Waschkaue des denkmalgeschützten Redener Zechenhaus soll somit keine museale Anmutung besitzen, sondern ‚das Erbe‘  zeigen, das die montanindustrielle Vergangenheit in ihrem Denken und Handeln bis heute prägt. Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer betonte in ihrer Festansprache , dass die saarländische die Landesregierung hierin die Verpflichtung übernommen habe, das Wissen um die bergbaulichen Wurzeln unseres Landes zu bewahren und insbesondere an die jungen Menschen im Saarland weiterzugeben: „Ich bedanke mich ausdrücklich bei der IKS, dem Kurator und seinem Team, dem Lenkungskreis und allen, die in unterschiedlichen Funktionen an der Erstellung der Landesausstellung mitgewirkt haben. Das Land will eine Erinnerungskultur schaffen,die dem Bergbau und den Bergleuten Dank und Respekt zukommen lässt und zu einem festen kulturellen Bestandteil der gesamten Region wird. Ich lade alle Saarländerinnen und Saarländer ein, sich diesen bedeutenden Abschnitt unserer Geschichte in einer hochwertig und spannend inszenierten Form anzuschauen. erbe-bergbau-035Die Besucherinnen und Besucher können Bekanntes wiedererkennen, Neues über den Bergbau im Saarland lernen und ein tieferes Verständnis von der Arbeit der Bergleute unter Tage “, sagte Kramp-Karrenbauer. Die Besucherinnen und Besucher könnten somit Bekanntes wiedererkennen, Neues über den Bergbau im Saarland lernen und ein tieferes Verständnis von der Arbeit unter Tage gewinnen.

Der international renommierte Berliner Ausstellungsmacher Prof. Jürg Steiner hat hierfür einen kurzweiligen Rundgang konzipiert, der die Bergbau-Geschichte „von unten“ erzählt – gegliedert in drei Hauptthemen:

1.    Die harte Arbeit unter Tage.

2.    Die Alltags- und Sozial-Geschichte. Also das, was sich in der Gesellschaft mit dem Bergbau verändert hat.

3.    Die Frage nach dem „Was bleibt“: Fördertürme, der Energie-Standort Saar sowie Werte und Traditionen aus dem Bergbau.

Der Besucher wird von der stilisierten untertägigen Situation, in der technische, geschichtliche, sozio-kulturelle und anthropologische Themen dargestellt werden, über eine Rampe vorbei am „Letzten Bergmann“ auf die Emporen und damit in die Gegenwart geführt.

Nach Einschätzung von Reinhard Klimmt ist es gelungen, die  bergbaugeprägte Zeit im Saarland so attraktiv zu präsentieren, dass die Saarländerinnen und Saarländer mit Interesse und Stolz auf ihre Bergbaugeschichte blicken können. Die Ausstellung ist didaktisch und historisch hervorragend ausgearbeitet: „Was wir in Reden zeigen, hat Premium-Qualität.“ Klimmt wies darauf hin, dass es für alle Beteiligten ein hartes Stück Arbeit war, die Ausstellung in der kurzen Zeit fertig zu stellen. „Letztlich war es die bergmännische Haltung, nicht aufzugeben und für alle Schwierigkeiten Lösungen zu finden, die uns geholfen hat, das Projekt zu realisieren.“

Über den normalen Besuch hinaus bietet die Ausstellung Führungen unter anderem speziell für Schüler, französisch sprechende Besucher und Bergleute an, die vorab gebucht werden können. Samstags und sonntags finden jeweils um 14 und um 16 Uhr öffentliche Führungen statt, die unter anderem von ehemaligen Bergleuten geleitet werden. Um dem Auftrag, das Erbe der Bergleute an die Jugend weiterzugeben gerecht zu werden, wurde speziell für Schulen ein Kinder- und Jugendprogramm entwickelt, das sich stark an den Lehrplänen orientiert.

Quelle und Film- und Fotoaufnahme  (links, zum Vergrößern anklicken ) :

Dieter J. Maier

Das Erbe- Ausstellung zum Bergbau im Saarland

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