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Saarbrücker Komparatistik-Studenten erforschen die Ökologie

28. November 2012

Zum Thema Ökologie und Literatur wird in den nächsten Jahren am Lehrstuhl für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft von Professor Christiane Solte-Gresser verstärkt geforscht. Auch in die universitäre Lehre soll der neue Arbeitsschwerpunkt eingebunden werden. Hierin liegt eine Chance für Studentinnen und Studenten: Sie können schon im Studium die kulturelle Bedeutung von Natur und Nachhaltigkeit erforschen. Bis 31. März 2013 können sich Bachelor- und Masterstudenten für Stipendienpreise der Studienstiftung Saar bewerben.

Ob „Der Schwarm“ von Frank Schätzing, der „Störfall“ von Christa Wolf oder auch Klassiker der Romantik und gar der Antike – Natur und Umwelt sind große Themen in der Literatur. Schriftsteller mischen sich mit ihren Werken in gesellschaftliche Debatten ein, arbeiten Naturkatastrophen, Klimawandel, ökologische Krisen auf und rücken diese Inhalte damit in den Fokus der Öffentlichkeit. Und sie konservieren die Sicht ihrer Zeit. Während sich im angloamerikanischen Raum der so genannte „Ecocriticism“ (Ökokritik) bereits als Forschungsrichtung innerhalb der Literaturwissenschaft etabliert hat, steckt das junge Forschungsfeld hierzulande eher noch in den Kinderschuhen.

In der Saarbrücker Germanistik will Professor Christiane Solte-Gresser im neuen Forschungsschwerpunkt „Literatur und Ökologie“ das Thema aus literatur- und kulturwissenschaftlicher Perspektive beleuchten. Gemeinsam mit ihrem Forscher-Team geht sie beispielsweise der Frage auf den Grund, auf welche Weise Natur und Umwelt oder Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Natur, Mensch und Tier, Umwelt und Lebenswelt in Literatur und Kultur dargestellt werden. Oder welchen historischen Wandel ökologische Zusammenhänge in Literatur und Kunst erfahren. Auch soll etwa untersucht werden, in welcher Weise ökologische Phänomene mit ökonomischen verknüpft sind und welche Konflikte oder Chancen sich hieraus ergeben.

Die Studenten sollen in die Forschungen des Lehrstuhls für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft einbezogen werden und sich mit ihren Arbeiten beteiligen. Die Studienstiftung Saar vergibt hierfür sechs Stipendienpreise, die mit 500, 300 und 200 Euro dotiert sind. Bewerben können sich bis zum 31. März Bachelor- und Master-Studenten am Lehrstuhl (u.a. BA- und MA-Studiengänge Komparatistik, Historisch orientierte Kulturwissenschaften), die über die kulturelle Bedeutung von Nachhaltigkeit, Natur und Regionalität forschen. Die Preisträger werden ihre Arbeiten außerdem auf einem großen Kongress vorstellen können: Zum Thema „Literatur zwischen Ökologie und Ökonomie. Neue literatur- und kulturwissenschaftliche Perspektiven“ veranstaltet der Lehrstuhl von Prof. Solte-Gresser vom 10. bis 13. Juni 2014 die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft. Hierzu werden zahlreiche national und international renommierte Wissenschaftler auf dem Saarbrücker Campus erwartet.

Quelle:
Prof. Dr. Christiane Solte-Gresser

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