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PMWelttourismustag: Grüne Energie für Ressourceneffizienz

29. September 2012

Der 27. September 2012 ist Welttourismustag. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Tourismus und nachhaltige Energie“. „Ökologie und Ökonomie verbinden“, das möchte auch Markus Tressel, tourismuspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/ die Grünen, der dazu einige politische Forderungen stellt.

„Die Branche ist auf einen intakte Umwelt angewiesen. Mit erneuerbaren Energien versorgte Tourismusunternehmen sollten daher heute nicht Rarität, sondern Regelmäßigkeit sein. Damit lässt sich sogar schon Geld verdienen. Doch es heißt nicht nur sich unabhängigen von schwankenden
Ölpreisen zu machen, sondern vor allem Energie zu sparen“, so Tressel. Das wiederum spare Geld und verbessere die Bilanz der Unternehmen, so der grüne Abgeordnete. „Dafür müssen aber auch die Rahmenbedingungen stimmen. Und die sind nicht so einfach“, weiß auch der grüne Tourismusexperte.

Die Eigenkapitalquote vieler Hoteliers ist gering. Sie liegt laut Tourismus Sparkassenbarometer 2011 bei durchschnittlich 2,8 Prozent und damit deutlich unter Vergleichswerten, wie dem Dienstleistungssektor mit 19,1 Prozent. Die Kreditwürdigkeit ist damit häufig nicht gegeben. Nötige Investitionen, wie beispielsweise in energetische Sanierung, die Ökologie und Ökonomie vereinen, können nicht getätigt werden. Tressel fordert daher politische Ansätze. „Wir brauchen die KfW, die die Hausbanken von einem Stück weit Risiko befreit. Und wir brauchen tourismusspezifisches Know-how bei den Banken.

“ Neben geringer Eigenkapitalquote kommen noch starke Umsatzschwankungen mit dem Saisongeschäft hinzu. „Nicht nur bei Banken fehlt allerdings das Knowhow, sondern auch der Bundesregierung. Sie hat überhaupt kein Konzept. Im Gegenteil: Sie glaubt weiter eine Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen sei das Allheilmittel.“ Dass ein Konzept dringend geboten ist, zeigt auch eine Studie des Deutschen Landkreistages. Rund dreiviertel der deutschen Landkreise beklagen einen Investitionsstau im Tourismus. Dieser betrifft zum großen Teil die Beherbergung (78,6 Prozent) und die Gastronomie (60,4 Prozent). Die öffentliche Infrastruktur schneidet dabei vergleichsweise gut ab. Hier sehen die Landkreise in „nur“ 37,7 Prozent der Fälle einen Investitionsstau.

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Categories: Tourismus, Wirtschaft
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