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Startschuss zu der Baumaßnahme – Entlastung für Fraulauterner Bürger

6. September 2012

Beigeordneter Manfred Heyer (links) und Oberbürgermeister Roland Henz (rechts) mit Staatssekretär Jürgen Barke, Vertreter aus Stadtrat, Verwaltung und Anlieger beim Start der Maßnahme „Anschluss an die B51neu“. Fotos: Sabine Schmitt

„Das ist ein wichtiger Baustein zur Entlastung der Bürger in Fraulautern und zu mehr Sicherheit unserer Kinder auf dem Weg zur Schule“, sagte Josef Feiler von der Interessengemeinschaft Fraulauterner Bürger und Vereine beim Startschuss zu der Baumaßnahme in Fraulautern. Rund 12.500 LKW-Anfahrten und genauso viele Abfahrten zählen die Firmen Nedschroef und Verzinkerei Becker jährlich. Das hohe LKW-Aufkommen verursache nicht nur vermehrt Abgase, sondern auch regelmäßige Rückstaus bis in die Saarbrücker Straße, schilderte Feiler die Problematik. Da eine Umgehung Fraulautern fehlt, werden zudem die Straßen „An der Saar“, Wirthstraße und Klosterstraße von dem hohen Verkehrsaufkommen stark belastet. Die Verzinkerei Becker kann derzeit nur über einen schienengleichen Bahnübergang erreicht werden. Seit mehr als zwei Jahrzehnten diskutiere man die Möglichkeiten der Anbindung an die B51neu. „Mit drei Oberbürgermeistern haben wir in dieser Zeit Gespräche geführt“, sagte Feiler. Für das Vorhaben wurde 2001 eine Machbarkeitsstudie erarbeitet, aber Bund und Land verweigerten finanzielle Hilfen und so geschah nichts, bis Oberbürgermeister Roland Henz im Jahre 2006 alle Beteiligten, einschließlich Wirtschaftsminister, an einen Tisch holte und eine erste Einigung in Sicht kam. Nun ist es endlich soweit. Eine neue Konzeption mit Direktanschluss an die B51neu liegt vor und wird in die Tat umgesetzt. Die beiden Firmen waren bereit, große Grundstücksflächen an die Stadt abzutreten und vier Hauseigentümer haben ihre Anwesen aufgegeben, damit die Maßnahme umgesetzt werden kann.
Den Startschuss gaben Oberbürgermeister Roland Henz, Bürgermeister Klaus Pecina und Beigeordneter Manfred Heyer gemeinsam mit Staatssekretär Jürgen Barke, Anliegern sowie Vertretern aus Stadtrat und Verwaltung. „Es ist wichtig, dass die hier ansässigen Betriebe ein gutes Verhältnis zu den Bürgern haben“, sagte Barke. Trotz Sparmaßnahmen bei Ländern und Kommunen müssen notwendige Investitionen, wie eine solche Maßnahme sie darstelle, unbedingt getätigt werden, unterstrich er. Das Land beteiligt sich mit 70 Prozent an den Kosten, die Stadt Saarlouis übernimmt 30 Prozent. Trotz Anzug und Krawatte stieg Baudezernent Manfred Heyer in das Führerhaus des Baggers, um den ersten Schaufelschlag zum Abriss des ersten Gebäudes selbst auszuführen und dies mit Erfolg. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich ein Jahr. Die Anbindung erfolgt über eine neue Linksabbiegespur. Gleichzeitig wird die Lärmschutzwand geöffnet bzw. versetzt, was für die Anlieger jedoch keine Benachteiligung in Sachen Lärmschutz bedeutet. Der schienengleiche Bahnübergang wird stillgelegt. Die Kosten der Maßnahme betragen rund 2.081.117 Euro, davon 706.929 für den Grunderwerb, 219.825 für die Abrissmaßnahmen und 1.155.000 für die Tiefbauarbeiten.


Quelle:
Pressestelle Stadt Saarlouis

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