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Gedenken an das Olympiaattentat von 1972 – Ministerpräsident Seehofer ordnet Trauerbeflaggung an

31. August 2012

Datei:Connollystraße 31 - Gedenktafel.jpg

Gedenktafel vor dem Quartier der israelischen Manschaft

Foto: High Contrast

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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat für Mittwoch, den 5. September 2012 aus Anlass der zentralen Gedenkfeier für die Opfer und deren Angehörige sowie für die Überlebenden an das Attentat auf die israelische Olympiamannschaft während der Spiele der XX. Olympiade in München vor 40 Jahren Trauerbeflaggung an allen staatlichen Dienstgebäuden in der Landeshauptstadt München und der Großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck angeordnet. Die Landeshauptstadt München, die Große Kreisstadt Fürstenfeldbruck sowie die übrigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts wurden gebeten, in gleicher Weise zu verfahren.

Bei der Geiselnahme von München am 5. September 1972, oft auch als Olympia-Attentat oder Massaker von München bezeichnet, stürmten bewaffnete Mitglieder der palistinensischen Terrororganisation “Schwarzer September” das Wohnquartier der israelischen Mannschaft während der Olympischen Sommerspiele in München und nahmen elf Sportler und Trainer als Geiseln. Zwei bei dem Angriff bzw. wenig später durch Schüsse schwer verletzte Israelis starben bereits in den ersten Stunden der Geiselnahme.

Die Geiselnehmer verlangten zunächst die Freilassung von 232 Palästinensern aus israelischen Gefängnissen sowie die Freilassung zweier deutscher und eines japanischen Terroristen. Die israelische Regierung unter Golda Meir lehnte Zugeständnisse ab. Versuche deutscher Politiker, sich als Austauschgeiseln anzubieten, wiesen die Palästinenser zurück.

Die Aktion endete im Fiasko: Bei einem schlecht geplanten und katastrophal gescheiterten Befreiungsversuch durch deutsche Behörden auf dem nahen Millitärflugplatz Fürstenfeldbruck, starben sämtliche Geiseln, ein an der Schießerei unbeteiligter bayerischer Polizeiobermeister, der das Geschehen von einem Erdgeschossfenster des Kontrollturms beobachtet hatte, wurde um 0:10 Uhr durch eine verirrte Kugel tödlich am Kopf getroffen.

Der Pilot (und Hauptmann im BGS) Gunnar Ebel, der als Verbandsführer einen der beiden Hubschrauber flog, musste mit schweren Schussverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Erst um 1:32 Uhr wurde das Schießen und die Suche nach flüchtigen Terroristen eingestellt. Drei Terroristen hatte man überwältigen können, fünf wurden tot gefunden, und alle neun Geiseln waren tot.

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