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Landesregierung – Saar will Zukunft der Betriebsrenten nicht in Frage stellen

30. Juli 2012

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Angesichts der aktuellen Debatte um die Zukunft der Betriebsrenten haben Arbeitsminister Heiko Maas und Sozialminister Andreas Storm die Bedeutung dieser Form der Alterssicherung für die saarländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betont und warnen gemeinsam vor einer Verschlechterung der Bedingungen für Betriebsrenten.

Hintergrund sind Pläne der EU, die Eigenkapital-Quote der Versicherer zu erhöhen. Dies könnte sich nach Expertenmeinung langfristig auch negativ auf die Rendite der Betriebsrenten auswirken, weil diese zusätzlichen Kosten in Milliardenhöhe dann nicht mehr für die Ausschüttung an die Versicherten zur Verfügung stehen würden.

Arbeitsminister Heiko Maas: „Über 66 % der Rentner in Deutschland haben neben der gesetzlichen Rente Versorgungsansprüche aus Betriebsrenten, die sie in der Regel durch Einzahlung von Gehaltsbestandteilen über Jahrzehnte aufgebaut haben. Aus arbeitsmarktpolitischer Perspektive ist das Angebot und die Verlässlichkeit einer Betriebsrente ein ganz wesentlicher Aspekt der Mitarbeiterbindung und Fachkräftesicherung. Gerade in der saarländischen Industrie sind Betriebsrentenmodelle ein seit Jahrzehnten bewährtes Mittel der Alterssicherung, das nicht in Frage gestellt werden darf.“

Sozialminister Andreas Storm ergänzt: „Betriebsrenten sind für weite Teile der Bevölkerung ein wesentlicher Beitrag zur finanziellen Absicherung im Alter. Gerade sozialpolitisch sind die Betriebsrenten ein wichtiger Teil der Altersversorgung, der die gesetzliche Rentenversicherung sinnvoll ergänzt. Damit wird auch ein wichtiger Beitrag zur Verhinderung von Altersarmut geleistet. Das muss auch in Zukunft so bleiben.“ Sozialminister Storm fordert die Bunderegierung auf, bei den Verhandlungen auf EU-Ebene die drohende Verschlechterung der Rahmenbedingungen für die bewährten deutschen Betriebsrente-Modelle abzuwehren.

Quelle:
Thorsten Bischoff

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