Home > Kommentare, Landespolitik & Filmreports, Politik, Regionen, Rheinland-Pfalz > Michael Ebling übernimmt Amt des Oberbürgermeisters von Mainz

Michael Ebling übernimmt Amt des Oberbürgermeisters von Mainz

19. April 2012

Datei:EblingMayor1.JPG

Als besonderes Datum in der Stadtgeschichte würdigte Ministerpräsident Kurt Beck gestern die Amtseinführung von Michael Ebling, dem sechsten gewählten Oberbürgermeister der Landeshauptstadt seit dem Zweiten Weltkrieg. „Mit Michael Ebling wird ein Sohn dieser schönen Stadt erster Bürger. Wie ein roter Faden zieht sich Mainz durch sein Leben“, sagte Ministerpräsident Kurt Beck bei der Feierstunde im Kurfürstlichen Schloss.

In den unterschiedlichsten Funktionen habe Michael Ebling seine Heimatstadt kennen und bald auch gestalten gelernt; in der Ausbildung, in seinem politischen Engagement auf kommunaler Ebene und schließlich in der Landespolitik als erfolgreicher Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. „Seine Arbeit und sein Führungsstil sind geprägt von Kompetenz, Ideenreichtum, Durchsetzungskraft und Verlässlichkeit. Untrennbar damit verbunden sind seine Menschlichkeit und sein feinsinniger Humor. Kurz zusammengefasst, er ist ein Mensch, der zupackt und auf den man sich verlassen kann“, sagte Ministerpräsident Beck.

Nach seiner Amtseinführung durch Bürgermeister Günter Beck sprach sich Michael Ebling im Jubel seiner Anhänger für die Fortsetzung des „Aufbruchs“ aus , den die Ampelkoalition 2009 begonnen habe und wolle sich der verstehenden Aufgabe an der Spitze von Rat und Verwaltung mit ganzer Kraft widmen: “Dies verstehe ich unter anderem darin, sehr stark im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, unsere gemeinsame Stadt zukunftsfähig zu machen und kraftvoll nach vorne zu entwickeln. Und ich bin mir sicher, dass uns das gemeinsam gelingen wird”.

Ebling gewann Ende März in einer Stichwahl, mit einer Mehrheit von 58,2 Prozent gegen seinen grünen Herausforderer Günter Beck, wobei Wahlsieger Ebling auch hier mit seiner sexuellen Orientierung stets offen umgegangen war. Schon vor dem Wahlkampf erklärt er auf seiner Homepage, er wohne “zusammen mit meinem Partner Andreas Schulz” in seinem Geburtsort Mainz-Mombach

Der engagierte Komunalpolitiker, der 1983 in die SPD eintrat, studierte in Mainz Rechtswissenschaften und arbeitete als Mitarbeiter beim Mainzer Landtagsabgeordneten und langjährigen SPD-Parteichef  Klaus Hammer, danach als Grundsatzreferent im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur von Rheinland-Pfalz im Büro des Staatsministers Jürgen Zöllner. Bereits vor seiner Wahl zum Mainzer Oberbürgermeister war Ebling von 1994 bis 2002  Stadtratsmitglied und übte dort unter anderem das Amt des kulturpolitischen Sprechers aus. Die OB-Wahl war vorzeitig nötig geworden, da der frühere OB Jens Beutel (SPD) nach mehreren Affären zum 1. Januar 2012 vorzeitig in Ruhestand ging.

Quelle und Filmaufnahmen.

Dieter J. Maier

Foto: Symposiarch

Unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung lizenziert.

Film hier anklicken:

Amtseinführung des neuen Mainzer Oberbürgermeisters Michael Ebling

Druckansicht
Kommentare sind geschlossen