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Festakt zum 250. Geburtstag der Saarbrücker Zeitung im Saarländischen Staatstheater

10. Juni 2011

festakt-250-jahre-sz-017Mit einem Festakt feierte die «Saarbrücker Zeitung» gestern Abend im Saarbrücker Staatstheater  ihren 250. Geburtstag mit mehr als 570 Gäste aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Medien, wie Wendelin von Boch, Ministerpräsident Peter Müller,  Finanzminister Peter Jakoby, Umweltministerin Simone Peter, Landrat Clemens Lindemann,  Hörfunk- und Fernsehmoderator Werner Zimmer, Linke-Chef Oskar Lafontaine , Wirtschaftminister Dr. Christoph Hartmann und Komponist Frank Nimsgern.

Für die Vertreter von Staat und Medien, die sich ebenso wie Bundesverfassungsrichter Udo Di Fabio für die Bedeutung der Presse, für die Demokratie in Deutschland, für  Pressefreiheit und unabhängigen Journalismus bekannten, war dies ein denkwürdiger Anlass. Auch Ministerpräsident Müller hob in seiner Festansprache die freie Presse als Grundlage für Demokratie und Menschenwürde hervor:

” Freie Meinungsäußerung gehört zu jener unverzichtbaren demokratischen Grundordnung, welche das Menschsein ausmacht, auch wenn die Presse ab und an politische Herrschaft bis hin zur Grenze des Irrtums und der Falschmeldung kontrolliert. Die kann allerdings nur in Freiheit und Demokratie  geschehen und ausgeübt werden. So ist es diesbezüglich nicht verwunderlich, dass sich Politiker über mediale Berichterstattung ärgern, denn dies sei in der Pressefreiheit bereits angelegt und ein Stück weit Normalität”, betonte Peter Müller und verdeutlichte, dass  die Wurzeln der Saarbrücker Zeitung bis ins Jahr 1761 zurückreichen, als Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken den Hofbuchdrucker Bernhard Gottfried Hofer beauftragte, ein allgemeines Wochenblatt herauszugeben.  ” Auch auf Grund dieser langen Zeitspanne wünsche ich der Saarbrücker Zeitung, dass sie weiterhin auf eine freie Ausübung ihrer Tätigkeit, vor allem in der unzensierte Veröffentlichung von Informationen und Meinungen zurückgreifen kann, denn die Pressefreiheit soll die freie Meinungsbildung auch weiterhin gewährleisten”, so der Ministerpräsident weiter.

festakt-250-jahre-sz-021Seit 250 Jahren ist die Saarbrücker Zeitung ist die einzige Tageszeitung des Saarlandes, und ist mehrheitlich  mit 56,1 %  im Besitz der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.  Mit elf Lokalredaktionen konzentriert sich das Blatt auf regionale Berichterstattung und  übt am saarländischen Zeitungsmarkt de facto ein Monopol aus.  Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Zeitung ab dem 27. August 1945 wieder als Neue Saarbrücker Zeitung herausgegeben, um dann ab dem 5. September 1946 den Traditionsnamen Saarbrücker Zeitung von 1861 wieder aufzunehmen. Mit dem Vertrag von Luxemburg wurde das Saarland Eigentümer der Saarbrücker Zeitung. Durch Beschluss des Saarländischen Landtags vom 5. November 1969 erfolgte schließlich die Privatisierung wobei zunächst 49 % an den Verleger Georg von Holtzbrinck gingen. Die Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung Saar GmbH hält seither einen Anteil von 26 %. Heute ist die Saarbrücker Zeitung ist mit einer verkauften Ausgabe von 146.964 Exemplaren eine von vier Zeitungen im Saarland mit regionaler Berichterstattung, die auch mittlerweile auch im Internet genutzt wird.

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Quelle, Film-und Fotoaufnahmen:

Dieter J. Maier

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