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Top, die Wette gilt!

Spendenaktion für Äthiopien mit Almaz Böhm

17. Mai 2011

bohm-014Vor 30 Jahren wettete Karlheinz Böhm bei “Wetten, dass ..?”, dass nicht einmal jeder dritte Deutsche eine Mark für Afrika spenden würde – und gewann leider. Über 18 Millionen Zuschauer sahen den Aufruf. Karlheinz Böhm behielt Recht. Nicht jeder Dritte spendete, dennoch kamen 1,2 Millionen Mark zusammen. Er reiste nach Äthiopien und gründete die Organisation “Menschen für Menschen”. 4,5 Millionen Äthiopiern konnte seither geholfen werden, Schulen und Krankenhäuser wurden gebaut.

Jetzt erneuert Böhm seine Wette. Unter dem Motto „Frankfurt ist dabei – Wetten, dass wir helfen!“ lud Oberbürgermeisterin Petra Roth gestern zu einem Empfang in den historischen Kaisersaal. Zusammen mit Almaz Böhm von der Stiftung Menschen für Menschen setzten sich die Gäste und prominente Wettpaten, wie Lottofee Franziska Reichenbacher, Ex-Fussballnationalspieler Thomas Berthold und Star-Koch  Mirko Reeh mit ihren Spenden dafür ein, dass in Frankfurt 229.947 Euro für eine neue Schule in Äthiopien gesammelt werden.

Äthiopien zählt zu den ärmsten Ländern der Welt.Schätzungsweise 49 % der Bevölkerung sind unterernährt, auch in „guten“ Erntejahren bleiben Millionen Äthiopier auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Ursachen des Hungers sind Dürre und Überschwemmungen – verschärft durch verbreitete Entwaldung und Erosion. Auch in diesem Jahr ist das Land ist so trocken wie lange nicht mehr, auch wenn die kleine Regenzeit fast im ganzen Land bereits im März nicht richtig begonnen hatte.

bohm-016“Für die Bauern war es allerdings schon viel zu spät. In vielen Gegenden stirbt das Vieh. Die Preise für Grundnahrungsmittel sind um mehr als 50 Prozent gestiegen, auch im Zuge der weltweiten Teuerung. Viele Menschen hungern, doch die Presse schreibt nicht darüber”, so Almaz Böhm gegenüber Saar Report.  Es sind Erlebnisse wie diese, die der 46-Jährigen Almaz bis heute keine Ruhe lassen: ” Es ist schrecklich, dass die vielen Menschen mit Kanistern kilometerlange Strecken zurücklegen müssen, um sich mit Trinkwasser zu versorgen”. Almaz Böhm ist Äthiopierin und auch ihr Leben hat sich durch “Menschen für Menschen” komplett verändert. Drei- bis viermal im Jahr reist sie mehrere Monate lang durch ihr Heimatland, dahin, wo es kaum Schulen gibt und die wenigsten Menschen lesen und schreiben können.” Hier herrscht unzureichende medizinische Versorgung und Frauen haben nur wenig zu sagen”, weiß Almaz Böhm. Dennoch, wenn man solche Geschichten hört, versteht ihr Lebensmotto: “Man kann nur weitermachen, denn was mein Mann und ich mit “Menschen für Menschen”   begonnen  haben, muss auch weiter fortgesetzt werden”.

Quelle und Fotos:

Dieter J. Maier

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