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Verleihung des Peter Wust-Preises an Prof. Dr. Klaus Töpfer

4. April 2011

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Der früheren Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU)  wurde am vergangenen Wochenende im Studio eins des Saarländischen Rundfunks auf dem Saarbrücken Halberg in einer Feierstunde mit dem Peter-Wust-Preis ausgezeichnet. Mit dem Preis ehrte die Katholische Akademie Trier und die Christliche Erwachsenenbildung Merzig (CEB) den 72-Jährigen Wissenschaftler und Politiker, der sich auch nach seiner Amtszeit als Bundesumweltminister “immer mit ganzer Kraft zum Wohl der Schöpfung und der Menschen eingesetzt habe”, so die Begründung der Stifter.

In seiner Laudatio würdigte Ministerpräsident Peter Müller den früheren Mitarbeiter der Saarbrücker Staatskanzlei nicht nur als einen herausragenden Umweltexperten, sondern hob auch gleichzeitig dessen persönliches Engagement für die Region hervor: ” Klaus Töpfer hat schon zu einer Zeit, als Fragen der Ökologie noch nicht oben auf der Tagesordnung standen, weitblickend seine Kraft zum Wohl der Menschen und zur Bewahrung der Schöpfung eingesetzt. Heute ist er als Gründungsdirektor des Instituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit sowie als Vizepräsident der Welthungerhilfe und Kommissionsvorsitzender im „Rat der Weisen“ zu einem unentbehrlichen Ratgeber und Helfer geworden. Der Mann wird gebraucht“, sagte Müller, der damit auch Töpfers frühe Hinwendung zur Umweltpolitik hervorhob.

In seiner Dankesrede betonte Prof.Dr. Klaus Töpfer vor allem seine starke politische und emotionale Verbundenheit zum Saarland : ” Ich habe im Saarland vieles gelernt, was für mein späteres politisches Wirken und Handeln wichtig war und deshalb bin ich in besonderer Weise dankbar, dass mir der Peter Wust-Preis auch hier in Saarbrücken verliehen wird. Was sich gerade in dem Gedankengut des im saarländischen Rissenthal geborenen Philosophen Peter Wust wiederfindet, ist nicht nur die Achtung vor dem Leben, sondern es ist auch ein Diktat gegen das Unwort des vergangenen Jahres, der Alternativlosigkeit. Wir sollten uns gerade in der heutigen Zeit einmal Gedanken darüber machen, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der fast alles beliebig geworden ist”, so Töpfer.

vortrag-peter-scholl-latur-002 Der 1938 in Schlesien geborene Preisträger war ab 1978 als Staatsekretär und Umweltminister in Rheinland-Pfalz, bevor er 1987 Bundesminister für Umwelt und Reaktorsicherheit wurde und danach von 1994 bis 1998 Bundesbauminister. Zwischen 1998 und 2006 wurde Töpfer Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und ist seit 2009, neben seiner Tätigkeit als politischer Botschafter des Wüstenstromprojekts Desertec, auch Gründungsdirektor des Instituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit in Potsdam.

Quelle und Fotos:

Dieter J. Maier

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