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Anna und Eugène Boch- Ein Leben für die Kunst

Ausstellungseröffnung mit Wendelin und Luitwin-Gisbert von Boch-Galhau

30. März 2011

https://writemyessay4me.org/In einer aussergewöhnlichen Interpretation über Leben und Werk  von Anna und Eugène Boch, eröffnete am Mittwochabend der ehemalige Vorstandsvorsitzende  von Villeroy & Boch, Luitwin-Gisbert von Boch-Galhau, in Anwesenheit der Staatssekretäre Sebastian Pini, Klaus Borger, sowie Wendelin von Boch-Galhau (der als Vorstandsvorsitzender  von 1998 bis 2007  die Geschicke des Unternehmens leitete), die Daueraustellung mit Werken der beiden Künstler, die ab dem 1.April offiziell in der alten Abtei in Mettlach zu sehen sind. In seiner Begrüßungsansprache betonte Luitwin-Gisbert von Boch den hohen Wert, den Eugène Boch zeit seines Lebens der Freundschaft zu Vincent van Gogh beimaß:  ” Im Jahre 1891 erhielt er von Johanna-Gesina van Gogh-Bonger, sein von van Gogh in Arles gemaltes Porträt als Geschenk, das dann 1944 in den Louvre gelangte. Eugène Boch besaß noch zwei weitere Gemälde van Goghs aus der Phase von Saint-Rémy, von denen er eines gegen seine Borinage-Grube eingetauscht hatte; das andere erwarb er offensichtlich später, vielleicht zusammen mit seiner Schwester Anna”, so von Boch wörtlich. Seit 1969 besitzt das saarländische Weltunternehmen Villeroy & Boch die wohl größte Privatsammlung mit Werken von Anna und Eugène Boch, die heute zu den wichtigsten Vertreter der Moderne in Europa zählen. Die Werke umreißen das Profil zweier Maler, die an der Schwelle der Moderne standen. Große Künstler wie van Gogh, Cézanne, Toulouse Lautrec, Verheyden und van Rysselberghe zählen zu ihren Zeitgenossen und Freunden.

http://www.gemaelde-webkatalog.de/bilddaten/thumbs2/van-willem-vincent-gogh-portraet-des-eugene-boch-03909.jpgEugène Boch stammte aus der wohlhabenden Industriellenfamilie Villeroy & Boch. Er hatte seit 1879 bei dem Pariser Salonmaler Léon Bonnat studiert und war dann, 1882, nach der Auflösung von Bonnats privater Lehrstätte, wie Henri de Toulouse-Lautrec, Louis Anquetin und andere Atelierkameraden zu Fernand Cormon übergewechselt. Von Cormon her war er auch mit John Peter Russell und über diesen mit Dodge MacKnight befreundet. MacKnight war es auch, der Boch im April 1888 einlud, zu ihm nach Fontvieille bei Arles zu kommen. Boch reiste nach Fontvieille und lernte dann bei einem von MacKnights Besuchen in Arles Vincent van Gogh kennen. Die beginnende Freundschaft zu van Gogh war wohl mehr als nur eine jener Künstlerbekanntschaften, wie sie in Paris zuhauf gehabt hatte und von denen eigentlich nur die mit Émile Bernard zu einer intensiveren Beziehung wurde.

Der Hauptanteil der in Mettlach gezeigten Ausstellung umfasst eine Werkspanne, die das mittlere bis späte Schaffen der Künstler Anna und Eugène Boch dokumentiert. Nach Jahren intensiver Auseinandersetzung mit den Neuerungen des Impressionismus und des Neoimpressionismus haben beide begonnen, sich dem unmittelbaren Einfluss ihrer Vorbilder und Lehrer zu entziehen und unter dem Eindruck selbständiger durch viele Reisen unterstützte Seherlebnisse und erfahrungen ihre eigene Form und Farbensprache zu entwickeln. Zu sehen sind vor allem Ansichten, die in der freien Natur entstanden sind. Landschaften, Gärten, Bauernhöfe, in denen die Leidenschaft der Künstler für das intensive Licht des Südens, die Atmosphäre französischer, nordafrikanischer Gegenden und belgischer Küstengebiete zum Ausdruck kommt.

Die Dauerausstellung mit vielen bisher unveröffentlichten Gemälden ist ab dem 1. April 2011 im Keramikmuseum Mettlach zu sehen.

Öffnungszeiten: Mo bis Fr: 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr; Sa und von November bis Ende Februar sonntags geöffnet von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Führungen nach Vereinbarung

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Quelle, Film-und Fotoaufnahmen: Dieter J. Maier

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Saar Report dankt Herrn Andreas Vontz

Teamleiter -Villeroy & Boch AG/  Hauptverwaltung,

für die freundliche Unterstützung

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