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VJS: “Umweltministerium stellt Ergebnisse auf den Kopf”

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Mit Befremden hat die Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) die Pressemitteilung des Umweltministeriums vom 22.06.2010 zur Kenntnis genommen, wonach „die Vertreter der Jagdverbände bei einer Reihe von tierschutzrelevanten Themen Kompromissbereitschaft signalisiert” hätten. „Von einem völligen Verzicht auf Haustierabschüsse, Fallenjagd und die Ausbildung von Jagdhunden an der lebenden Ente und dem Fuchs, bis hin zu deutlichen Einschränkungen der bisherigen Praxis reichten die Vorschläge der Jagdverbände.”, schreibt das Ministerium.

Diese Darstellung muss bei jedem Leser einen anderen Eindruck hervorrufen als die tatsächlichen Standpunkte, die von den Vertretern der „Jagdverbände” an diesem Termin zum Ausdruck gebracht wurden. Die VJS bezieht sich weiterhin auf Ihre bekannte Stellungnahme gegenüber dem Ministerium. Insbesondere muss die Ausbildung von Jagdhunden hinter der lebenden Ente als auch die Schliefenanlage erhalten bleiben. Man könne sich jedoch vorstellen, dass der Abschuss von wildernden Hunden und Katzen nur noch von einem eingeschränkten Personenkreis durchgeführt werden darf. Bei der Ausübung der Fallenjagd kann man sich eine Zusatzqualifikation als Voraussetzung vorstellen, das hieße, die bisher freiwilligen Fallenkurse würden zur zwingenden Voraussetzung werden. Von weitreichenden Zugeständnissen kann somit keine Rede sein. Eine absolute Minderheitenmeinung, die noch nicht einmal von dem Vorsitzenden des „Minderheitenverbandes ÖJV” selbst geteilt wird, erscheint auf einmal als „die Meinung”. Die Pressemitteilung verdreht die Tatsachen und ist als Ergebnis unwahr.

„Diese Pressemitteilung ist reine Propaganda und einer demokratischen Regierung unwürdig!”, sagt dazu Landesjägermeister Andreas Schober. „Es geht dem Umweltministerium, allen voran Herrn Staatssekretär Borger, nicht um ein gutes Jagdgesetz und sachliche Gespräche. Es geht ihm nur darum, anschließend Propaganda zu betreiben. Die Pressemitteilung stellt den Verlauf des Gespräches völlig auf den Kopf. So wird das Instrument des Runden Tisches politisch missbraucht und damit verbrannt. Wir wussten schon bei der Initiierung des „großen Runden Tisches” am 18. Januar 2010, dass es nur darum geht, den Jagdgesetzentwurf, den Herr Borger schon in der Schublade hat, zu rechtfertigen. Es ist bekannt, dass wir keine Jagdgesetzänderung wollen und es ist bekannt, dass die saarländischen Tierschutzprotagonisten die Jagd komplett abschaffen wollen. Damit ist für Herrn Borger der Weg frei, alles, was zwischen diesen Positionen verläuft, und wenn es nur seine private Meinung ist, als die „goldene Mitte” zu verkaufen. Ob die Jäger dann damit noch auf die Jagd gehen können, scheint unwichtig zu sein.”Weiter sagt Landesjägermeister Schober: „Herr Borger bleibt bei seiner Willkür, drei Jägervereine bzw. -vereinigungen, darunter sein eigener, als „Jagdverbände” zu bezeichnen und alle anderen jagdlichen Interessensvertreter außen vor zu lassen. Beim „großen Runden Tisch” wurde er von uns gezwungen, alle einzuladen, jetzt kocht er wieder weiter sein kleines Süppchen. Letztlich will er vermutlich nur erreichen, dass wir wegen Sinnlosigkeit den Gesprächen fern bleiben und er mit den Pseudotierschützern alleine weitermachen kann.”



Quelle:
VJS

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Categories: Umwelt
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