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Völklinger Oberbürgermeister Lorig sichert Streikenden seine Unterstützung zu


logo-verdi-saarSaarbrücken. Wie der ver.di-Landesbezirksleiter Alfred Staudt mitteilte, beteiligten sich heute, 14. Juni 2010, bei der Fortsetzung der Warnstreikserie im saarländischen Nahverkehr in Völklingen alle 50 Beschäftigten der Völklinger Verkehrsbetriebe GmbH (VVB) sowie der Völklinger Verkehrsgesellschaft mbH (VVG). Der Streik dauert in Völklingen bis 23.24 Uhr an. Die ca. 30 Busse sind im Depot. Bis in die späten Abendstunden werden über 15.000 Fahrgäste – unter anderem im Berufs- und Schülerverkehr – betroffen sein. Auch diejenigen Beschäftigten der 130 Mitarbeiter der Stadtbahn Saar GmbH (SBS), die nicht zum Notdienst auf Basis einer von ver.di mit den Saarbrücker Verkehrsbetrieben geschlossenen Notdienstvereinbarung verpflichtet sind, folgten dem Streikaufruf der Gewerkschaft. Seit den frühen Morgenstunden werden bis morgen früh, gegen 6.30 Uhr, Busse und Bahnen nicht repariert, in der Saarbahn keine Fahrkarten kontrolliert und der allgemeine Betriebsdienst, die Streckenunterhaltung und die Leitstelle bestreikt. Die Auswirkungen sind durch Verspätungen und Fahrtausfälle zum jetzigen Zeitpunkt schon deutlich spürbar. Bis morgen früh wird sich dies erheblich verschärfen.

Gegen 10.00 Uhr versammelten sich in Völklingen vor den Werkstoren die Streikenden aus Völklingen und Saarbrücken zu einer Kundgebung, welche zu einer spontanen Demonstration von über 150 Streikenden durch die Völklinger Innenstadt zum Neuen Rathaus führte. Dort folgte der Völklinger Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU) dem Ruf der Streikenden und erklärte auf der Kundgebung vor dem Rathaus über Megaphon, dass gute Arbeit anständige Vergütung verdiene. Er werde sich zusammen mit dem Saarlouiser Oberbürgermeister Roland Henz (SPD) beim Vorstand des Kommunalen Arbeitgeberverbandes dafür einsetzen, dass es einen kurzfristigen Fortsetzungsverhandlungstermin geben werde und mit einem fairen Lohnerhöhungsangebot weitere Streiks vermieden werden können.

Der zuständige ver.di-Landesbezirksfachbereichsleiter Verkehr und Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Bernd Oleynik, sagte, dass, wenn es bis Freitag, 18. Juni 2010, beim Kommunalen Arbeitgeberverband keine Bewegung gebe, die Tarifkommission über eine Verschärfung und Fortsetzung der Streikmaßnahmen im saarländischen Nahverkehr entscheiden werde.

Hintergrund des Warnstreiks sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen mit dem Kommu­nalen Arbeitgeberverband Saar e. V. (KAV Saar) für die ca. 1.000 Beschäftigten im Nahver­kehrstarifvertrag Saarland (TV-N Saar). In der letzten Verhandlungsrunde (3. Runde) am 20. Mai 2010 konnte kein Tarifergebnis erzielt werden. Das von ver.di an die Arbeitgeber gesetzte Ultimatum bis zum 30. Mai 2010, einen kurzfristigen Fortsetzungsverhandlungs­termin anzubieten und die Bereitschaft zu erklären, ein verbessertes Angebot auf den Tisch zu legen, blieb unbeantwortet. Die Arbeitgeberseite bot zuletzt, unter Berücksichtigung der Laufzeit von 26 Monaten, umgerechnet weniger als 1,4 Prozent Lohnerhöhung an. ver.di war bereit, von ihrer Ursprungsforderung von 6,5 Prozent auf 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten zu gehen.

Abschließend brachte Staudt seine Hoffnung zum Ausdruck, dass den Zusicherungen, auch im Sinne der von den Streikmaßnahmen betroffenen Fahrgäste, Taten folgen und damit eine kurzfristige Einigung zur Vermeidung einer Verschärfung von Streikmaßnahmen auf den Weg gebracht werden kann.

Quelle:
Bernd Oleynik - Veri Landesverband Saar

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