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Aufruf mit internationalen Persönlichkeiten

Pressegespräch mit UNICEF-Botschafter Sir Roger Moore

roger-moore-co-004 Der weltbekannte Schauspieler Sir Roger Moore warf  am heutigen Montag im Park des Schlosshotels  Bühlerhöhe im Schwarzwald einen Fußball mit Autogrammen in die Höhe. Vier Tage vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft riefen prominente UNICEF-Botschafter wie Nana Mouskouri, Schauspielerin Katja Riemann, Topmodell Julia Stegner und Stargeiger Julian Rachlin zur Hilfe für Kinder in Afrika auf und appellierten damit  an die Regierungen, Medien und die Öffentlichkeit, die WM in Südafrika auch als “Anstoß” für die Verwirklichung der Rechte der Kinder in Afrika zu nutzen.  

Anlässlich dieses Aufrufs präsentierte UNICEF neueste Fakten zur Situation von Kindern in Afrika. Danach sind in den Ländern südlich der Sahara die Chancen von Kindern zu überleben, zur Schule zu gehen und vor Ausbeutung und Missbrauch geschützt zu werden weltweit, am schlechtesten.

  • Im Jahr 2008 starben in Afrika allein 4,4 Millionen Kinder unter fünf Jahren – das ist rund die Hälfte aller Todesfälle bei Kindern weltweit. Die meisten Kinder starben an vermeidbaren oder behandelbaren Krankheiten.
  • Zwar gelang es, mehr Kinder in die Schule zu bringen. Doch noch immer geht im südlichen Afrika jedes dritte Kind nicht zum Unterricht. Schätzungsweise 45 Millionen Kindern, vor allem aus den ärmsten Familien und auf dem Land, ist das Recht auf Bildung vorenthalten.
  • Während weltweit extreme Armut zurückging, stieg die Zahl der Menschen, die von einem Dollar am Tag leben, im südlichen Afrika allein nach der Jahrtausendwende um über 90 Millionen an. Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise verschärft gegenwärtig die Situation noch. Die Folge: jedes dritte afrikanische Kind zwischen fünf und 14 Jahren muss arbeiten. Das ist weltweit der höchste Anteil an arbeitenden Kindern.

roger-moore-co-008Für UNICEF habe ich  fast alle armen Länder der Erde bereist und entsetzliches Leid und Elend gesehen: von Kriegsopfern über Landmienen, misshandelte Kinder, Hungernde und Sterbende. Diese bis dahin nur theoretische Wahrnehmung, dass Menschen in der Dritten Welt in bitterster Armut leben, wurde auf meinen Reisen zu harten Realität. Dieses Leid erhielt somit ein Gesicht und seitdem lässt mich der Wunsch zu helfen nicht mehr los. Dank starker Partner wie UNICEF, aber auch dank vieler selbstloser Mitarbeiter und weltweit unzähliger Spender, wird mein Engagement in vielen Ländern dieser Welt erst möglich” so UNICEF-Botschafter Roger Moore gegenüber Saar Report.

Weltbekannt wurde Roger Moore vor allem als Geheimagent 007 in Kinoklassikern wie ” Leben und Sterben lassen”, ” Der Spion, der mich liebte”, “Im Angesicht des Todes”, sowie ” Der Mann mit dem goldenen Colt”.  Als er die Rolle des von Frauen umschwärmten Agenten  James Bond  zum letzten Mal verkörperte, war er bereits knapp 58 Jahre alt. Seit 1991 ist der Weltstar als internationaler UNICEF-Botschafter für die Rechte der Kinder tätig. Seine enge Verbindung zum deutschen Publikum nutzt der mittlerweile 82-jährige für seine zahlreichen UNICEF-Einsätze in Deutschland. Für seine schauspielerischen Leistungen und sein weltweites Engagement erhielt Roger Moore  im Laufe der Jahrzehnte diverse Preise und Ehrungen. So erhielt er z.B. 1967 vom spanischen Fernsehen den Ondas Award als bester Schauspieler in der internationalen TV-Serie  „Simon Templar“  – jeweils mit seinem langjährigen Filmpartner Tony Curtis. 1980 erhielt er in Hollywood einen Golden Globe als World Film Favourite und einen Saturn Award als “Most popular international performer”.  Für sein Lebenswerk bekam er in Deutschland 1991 einen Bambi und 1992 die Goldene Kamera in der Kategorie Weltstar mit Einsatz für UNICEF.

Quelle, Fotos und Filmaufnahmen:

Dieter J. Maier

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