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Fuchstollwut wieder in Südtirol

In den italienischen Provinzen Belluno und Venetien wurden in diesem Jahr bereits 180 Tollwutfälle gemeldet. Neben Füchsen waren auch Katzen, Hirsche, Rehe, Dachse und Pferde betroffen. Jetzt wurde bekannt, dass sich die Tollwut trotz Gegenmaßnahmen weiter nach Norden ausbreitet: Bei drei Anfang Mai auffällig gewordenen Füchsen in Südtirol ist die Tollwut jetzt amtlich festgestellt.

Dazu sagt Landesjägermeister Andreas Schober: „Wir haben nicht so jubiliert wie andere als am 28. September 2008 die Bundesrepublik offiziell für „tollwutfrei“ erklärt wurde. Wir wissen, dass in Indien jährlich 30.000 - 50.000 Menschen an einem Tollwutbiss sterben und im Zeitalter der Globalisierung auch Indien nicht wirklich weit weg ist und die Tollwut jederzeit wieder eingeschleppt werden kann. Wir haben gedacht, dass die Fuchsräude die Krankheit ist, die in den nächsten Jahren bei steigenden Fuchsbeständen auf uns zukommt – es gibt in Deutschland jetzt schon Gebiete, in denen 80 % der Füchse von der Räude befallen sind. Dass die Tollwut wieder so nahe bei uns ist, hätte ich aber nicht gedacht.“

Datei:Vulpes vulpes laying in snow.jpg
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Da die selbständig gewordenen Jungfüchse im September hunderte von Kilometern wandern, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der erste Tollwutfall auch wieder im Saarland auftauchen kann.

Schober befürchtet, dass die Bevölkerung nicht mehr so sensibilisiert ist wie früher und dass es bei der Rückkehr der Tollwut wahrscheinlicher wird, dass sich auch Menschen anstecken: „In der Vergangenheit galt jeder Fuchs, der sich nicht scheu verhielt, als tollwutverdächtig. Die Bürger haben die Polizei gerufen und diese hat die Jäger gerufen und veranlasst, dass das Tier getötet wird. Heute wird den Kindern zum Teil in der Schule beigebracht, dass der Fuchs ein liebes Tier sei, das man auch streicheln könne. Wenn der Fuchs in die Stadt einwandert und als anpassungsfähiges Tier seine natürliche Scheu dem Menschen gegenüber abbaut wie umgekehrt durch falsche erzieherische Maßnahmen der Mensch seine Scheu gegenüber dem Fuchs verliert, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es vermehrt auch zu Kontakten kommt, die für den Menschen gefährlich werden!“

Die Vereinigung der Jäger des Saarlandes appelliert an Reisende nach Italien, ihren Vierbeiner unbedingt ausreichend vorher gegen Tollwut zu impfen, die Impf-Papiere auch genauso mitzunehmen wie die Leine, da Impfpflicht und Leinenzwang verordnet wurden. Diese vorbeugenden Maßnahmen müssen unbedingt eingehalten werden.

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