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Badespaß trotz leerer Kassen

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Wie ein verspätetes Geburtstagsgeschenk muteten bereits 2008  die intensiven Planungen eines Freizeit- und Ferienzentrums am Bostalsee an. Für rund 100 Millionen Euro sollten dort ein Restaurant, eine Uferpromenade, Geschäfte und ein Hotel entstehen, obwohl das Geld vom Investor des Pariser Tourismuskonzerns „Pierre et Vacances“ alles andere als sicher war.

Die geplante Ferienanlage sollte nach Bestätigung von Landrat Udo Recktenwald voraussichtlich erst zum Saisonbeginn 2012 eröffnet werden, obwohl eine Fertigstellung schon 2011 anberaumt war. Da aber die Vertragsverhandlungen des Betreibers Centerparks mit den Investoren noch andauerten, setzten die Betreiber den Baubeginn spätestens auf  Anfang 2010. Doch von alle dem ist derzeit wenig  zu spüren. Im Gegenteil -  Heute eröffnete Gesundheitsminister Georg Weisweiler offiziell die Badesaison 2010, wobei Weisweiler besonders auf die Wasserqualitäten der Badeseen Losheim und Bostalsee anspielte: “Ich kann nur allen Saarländern raten, möglichst oft auch im Bostalsee schwimmen zu gehen, da sich das Wetter in den nächsten Wochen sichtlich verbessern wird. Sonne stärkt bekannter Maßen das Immunsystem und ist für das gesundheitliche Wohlbefinden unerlässlich. Ich kann hierzu für den touristischen Wirtschaftsstandort Saarland die Badeseen Losheim und  Bostalsee empfehlen, die sich seit Jahren durch ihre ausgezeichnete Wasserqualität auszeichnen”, so Weisweiler in der heutigen Landespressekonferenz in Saarbrücken.

Von einem individuellen Urlaub mit südlichem Flair kann bei derzeit leeren Wirtschaftskassen keine Rede mehr sein,  obwohl das Land die touristische Investition mit 20 Millionen Euro unterstützen wollte. Planung und Bau der äußeren und inneren Erschließung sollte die Projektgesellschaft Bostalsee übernehmen, an der die LEG Saar, die Gemeinde Nohfelden und der Landkreis St. Wendel beteiligt sind.

Der Bostalsee verfügt aber bereits jetzt schon über eine funktionierende touristische Infrastruktur und zieht jährlich durchschnittlich 650.000 Tagestouristen an. Die Zahl der Sonnenstunden in der von bewaldeten Hügeln umgebenen Region ist überdurchschnittlich, Wasser, Wälder und Sonne pur. Wohl auch auf Grund dieser natürlichen Gegebenheiten kann sich die Regierung Müller nach gelungener Wahlstrategie im saarländischen Landtag trotz leerer Kassen demnächst wieder getrost auf eine neu geplante Diätenerhöhung einigen.

Quelle:

Dieter J. Maier


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