G8-Stundentafel: Änderungen waren überfällig
Die Grünen-Landtagsfraktion begrüßt die neue G8-Stundentafel, die zum kommenden Schuljahr in Kraft treten wird. Die Überarbeitung der Stundentafel sei in den vergangenen Jahren von allen Seiten gefordert worden. Hier von einem übereilten Vorgehen zu sprechen sei mehr als unredlich.
„Seit der Einführung des achtjährigen Gymnasiums wird die Überlastung der Schülerinnen und Schüler beklagt. Diese Überarbeitung der Stundentafel wird zu einer spürbaren Entlastung führen, ohne das es zu Qualitätsverlusten kommt.“ erklärte die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Claudia Willger-Lambert. Nachdem die Stundentafel geändert wurde, könnten nun zum neuen Schuljahr auch die Lehrpläne entsprechend angepasst werden. Würde, wie von manchen Seiten gefordert, die Stundentafel nun wieder ausgesetzt, könnten auch die Lehrpläne nicht überarbeitet werden. Willger-Lambert: „Das kann niemand ernsthaft fordern! Und das ist insbesondere nicht im Interesse der Schülerinnen und Schüler.“
Die maßgeblichen Verbesserungen der neuen Stundentafel seien insbesondere in der Abschaffung des einstündigen Unterrichts in den Pflichtfächern und der sechsstündigen Fächer in der Klassenstufe 5 und in der Schaffung einer zusätzlichen Klassenlehrerstunde zu sehen. „Die Stunden für die Kernfächer wurden gleichmäßiger verteilt. Das bedeutet, dass hier eine bessere Gewichtung vorgenommen wurde und die Schülerinnen und Schüler zukünftig gleichmäßig belastet werden.“ so Willger-Lambert.
Der Vorwurf, die Überarbeitung sei übereilt „durchgezogen“ worden, trifft nach Auffassung der Grünen-Landtagsfraktion nicht zu. Die Diskussion werde bereits seit Jahren geführt, die Verbände hätten auch schon vor dem ersten Entwurf der Stundentafel ihre Empfehlungen und Anregungen übermittelt. Willger-Lambert: „Der Entwurf der neuen Stundentafel wurde wissenschaftlich begleitet. Schüler- und Elternvertreter und alle Verbände waren beteiligt. Nach dem ersten Entwurf wurden nach der externen Anhörung sinnvolle Anregungen und Änderungswünsche auch noch berücksichtigt. Da kann man wohl kaum ernsthaft von einem übereilten Durchpeitschen reden.“ Vielmehr sei eine Prioritätensetzung mit Augenmaß gelungen, bei der man beinahe allen Interessen habe gerecht werden können. Ziel der Überarbeitung sei die Reduzierung der Überbelastungen gewesen. Und dies habe man erreicht.
Quelle:
Bündnis 90/DIE GRÜNEN
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