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Peter Hartz- Stellungnahme zu Vorwürfen gegenüber dem SR

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Alexander Kowalski

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Der ehemalige VW-Vorstand und Arbeitsmarkt-Reformer Peter Hartz hat erstmals seit langer Zeit Stellung zu den Vorwürfen gegen die damals von ihm geleitete Kommission und ihre Konzepte genommen.

Bei der Vorstellung seines Projekts „Minipreneure“ erklärte Hartz gegenüber dem Saarländischen Rundfunk: „Das lässt einen nicht gleichgültig, diese Verzerrung und vor allem auch die Wertungen. Aber wenn man in die Küche geht, muss man die Hitze ertragen.“

Die Kritik an der Arbeit der Hartz-Kommission ist nach seiner Meinung in weiten Teilen unberechtigt. In vielen Einzelpunkten seien seine Pläne völlig anders gewesen als die spätere Umsetzung. Hartz wörtlich: „Sie sollten einmal die Vorschläge lesen, die wir gemacht haben, die einstimmig beschlossen wurden im Jahr 2002. Zum Beispiel über die Laufzeit des Arbeitslosengeldes I, was wir vorgeschlagen hatten: 32 Monate. Oder die Höhe der Vergütung und auch die Mindestlohnregelungen über die Personal-Service-Agenturen. Ich kann nur darum bitten: Wenn man mich denn kritisieren will, dann sollte doch einmal lesen und nachschauen, für was ich stehe. Und nicht, was in der Diskussion so bewegt wird“. In einem Punkt allerdings würde er heute anders handeln, sagte Hartz:

„Ich habe festgestellt, dass bei der Langzeitarbeitslosigkeit zu wenig Bewegung war, sich nicht der Erfolg einstellte. Man kann mehr für die Langzeitarbeitslosen tun. Inzwischen seien auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse weiter fortgeschritten.

Mit seinem gemeinnützigen Projekt „Minipreneure“ will Hartz rund 7.500 Langzeitarbeitslose die Möglichkeit eröffnen, wieder Anschluss an den Arbeitsmarkt zu finden. Eine erste Phase soll im Saarland umgesetzt werden; wenn der erwartete Erfolg eintritt, soll das Modell bundesweit ausgebaut werden.

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