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Ministerpräsident Beck würdigt Verdienste für die Musikschulen

p1010762„Sie haben sich über viele Jahre in ganz unterschiedlichen Bereichen ehrenamtlich engagiert. Sozial, kulturell und politisch stellen Sie sich seit mehr als 20 Jahren in den Dienst Ihrer Mitmenschen und
setzen sich für deren Belange ein.“ Dies sagte Ministerpräsident Kurt Beck bei der Überreichung des
Bundesverdienstkreuzes am Bande an Jürgen Hurrle aus Hassloch bei einer Feierstunde in Mainz.

Hurrle sei zwischen 1989 und 1992 zunächst ehrenamtlicher Beigeordneter der Gemeinde Haßloch gewesen und habe dieses Amt bis Januar 2010 hauptamtlich ausgeübt. Zudem sei er 10 Jahre kommunalpolitisch im Kreistag Bad Dürkheim aktiv gewesen.

„Besonders am Herzen lag und liegt Ihnen die Musikpflege. Als stellvertretender Vorsitzender des Verbandes der Musikschulen des Landes Rheinland-Pfalz waren Sie maßgeblich an der Konzeption und Umsetzung der Richtlinien der Landesförderung beteiligt“, so Beck.

Seit 1992 habe Hurrle dem Vorstand des Landesverbandes
angehört, ehe er 2002 dessen Vorsitzender wurde. Mit großem
Engagement betreibe der Verband der Musikschulen seitdem eine
Kooperation mit dem Land Rheinland-Pfalz in Kindertagesstätten
und Ganztagsschulen.

Auch Hurrles gesellschaftliche Initiativen seien bemerkenswert.
Hierzu gehöre unter anderem dessen ehrenamtliche Tätigkeit
als Vorsitzender des Sparvereins „Selbsthilfe Haßloch“.
Dabei handele es sich um einen in Deutschland einmaligen Verein, der
Sparwilligen seit der großen Not der 1920er Jahre, unter
Ausschluss jeglicher Gewinnbeteiligung, helfend zur Seite steht.

Zudem sei Hurrle über 16 Jahre Vorsitzender des Ortsvereins des
Deutschen Roten Kreuzes in Haßloch gewesen und leite seit 2006
ehrenamtlich das lokale Bündnis für Familie in seiner
Heimatgemeinde. „Ich freue mich, dass ich Ihr vielfältiges
Engagement heute mit dieser hohen Auszeichnung würdigen kann“,
sagte Ministerpräsident Kurt Beck.

Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse an Reinhold
Bohlen aus Trier bei einer Feierstunde in Mainz.

Beck:
Herausragendes Engagement für die Völkerverständigung

„Sie haben sich in außergewöhnlicher Weise dafür
eingesetzt, Brücken zwischen den Weltanschauungen und Religionen
zu bauen und so Grenzen zu überwinden. In höchstem Maße
haben Sie sich um das Verhältnis von Juden und Nichtjuden in
Deutschland verdient gemacht und dazu beigetragen, Vorurteile
abzubauen.“ Das sagte Ministerpräsident Kurt Beck bei der
Überreichung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse an Reinhold
Bohlen aus Trier bei einer Feierstunde in Mainz.

Seit 1991 sei Professor Bohlen ordentlicher Professor für Biblische
Einleitung und Biblische Hilfswissenschaften an der Universität
Trier. Von 1992 bis 1993 habe er das Amt des Dekans der Theologischen
Fakultät ausgeübt; seit 2003 sei er Rektor der
Theologischen Fakultät Trier.

Seit 1997 leite Bohlen ehrenamtlich das an der Universität Trier und
der Theologischen Fakultät Trier angesiedelte
Emil-Frank-Institut in Wittlich. Bei dem von Reinhold Bohlen
mitbegründeten Institut handele es sich um eine rechtlich
selbstständige Einrichtung und diene der Begegnung von Juden und
Nichtjuden.

„Es ist Ihrer Initiative zu verdanken, dass die Geschichte des Judentums
in der Stadt Wittlich, in der Region und darüber hinaus durch
das Institut aufgearbeitet worden ist“, so Beck. Bohlen habe das
Institut dabei mit dem pädagogischen Ansatz ausgerichtet, jungen
Menschen in Schulen, Bildungseinrichtungen und Kirchen Vorurteile
über das Judentum und seine Religion zu nehmen.

Bohlens Engagement gründe auf einer fundierten und gelebten Vertrautheit
mit der christlichen theologischen Lehre, verbunden mit einer tiefen
Kenntnis jüdischer Bibelwissenschaft. „Sie haben ein
bedeutendes Zeichen für den ‚geschwisterlichen Geist’
zwischen den beiden Religionen gesetzt und das Institut weit über
die Grenzen des Landes hinaus bekannt gemacht“, so
Ministerpräsident Kurt Beck.

Bundesverdienstkreuz am Bande

Kurt
Beck: Mit Benefizkonzerten notleidenden Menschen geholfen

„Seit über 40 Jahren sind Sie sowohl haupt- als auch ehrenamtlich als
Organistin und Chorleiterin tätig. In dieser Eigenschaft haben
Sie zahlreiche Benefizkonzerte organisiert und pflegen gute Kontakte
zu Chorleiterinnen und Chorleitern weit über die Landesgrenzen
hinweg.“ Mit diesen Worten überreichte Ministerpräsident
Kurt Beck bei einer Feierstunde in Mainz Ellen Hagenbuch aus
Roschbach das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Hagenbuch habe in Speyer ein Orgel- und Chorleiterstudium absolviert. Eine
Dirigentenausbildung beim Pfälzer Sängerbund und eine
Weiterbildung bei der Bundesakademie für musikalische
Jugendbildung Trossingen in Baden-Württemberg hätten sich
daran angeschlossen. Seitdem sei sie unter anderem Organistin in der
Katholischen Kirche ihrer Heimatgemeinde Roschbach und Chorleiterin
in über 15 Chören der Region.

Auch im Pfälzischen Sängerbund sei Hagenbuch engagiert. Hier sei
sie zunächst als Frauenreferentin und stellvertretende
Kreischorleiterin tätig gewesen, ehe sie 2008 zur
Kreischorleiterin für den Bereich Landau/Südliche
Weinstraße geworden sei.

„Im Rahmen ihrer Benefiztätigkeiten sind auch Ihre Konzerte für
die Flutopfer der Tsunami-Katastrophe und für die deutsche
Herzstiftung in Erinnerung geblieben. Weiterhin veranstalteten Sie
Konzerte für das rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda
und sammelten mit einem russischen Kinderchor Spenden für

Tschernobyl“, würdigte Beck ihr ehrenamtliches Engagement. Der   Ministerpräsident erinnerte zudem an die von Ellen Hagenbuch
organisierten Konzerte für die Opfer der Flutkatastrophe in Sachsen. Hier konnten über 4000 Euro der von der Flut besonders betroffenen Gemeinde Weesenstein bei Dresden übermittelt werden.

Quelle:
Staatskanzlei Mainz Foto: Dieter J. Maier

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