Grüne sehen Datenschutz in Gefahr: Personenerkennung über Handy möglich
Die grüne Landtagsfraktion zeigt sich besorgt über eine technische Neuerung im Mobilfunkbereich. Die schwedische Software-Firma The Astonishing Tribe (TAT) entwickelte eine Anwendung, die es ermöglicht, Informationen aus sozialen Netzwerken von fremden Menschen anzuzeigen. Dazu sei es lediglich notwendig, diese mit einer Handy-Kamera zu fotografieren. Im Sinne der informationellen Selbstbestimmung dürfe eine solche Technik nicht angeboten werden.
Die datenschutzpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Claudia Willger-Lambert, erklärt dazu: „Diese Anwendung stellt eine neue, erschreckende Dimension aus der Welt der Überwachung dar. Privatleuten ist nun es möglich, ihre Mitmenschen auszuspähen und unbemerkt Informationen über sie zu sammeln. Dem Missbrauch der ermittelten Daten ist Tür und Tor geöffnet, eine solche Entwicklung ist deshalb nicht hinnehmbar.“
Die aktuell verfügbare Prototypversion namens „Recognizr“ funktioniere folgendermaßen: sobald ein Nutzer die Anwendung öffnet und die Kamera auf Menschen in der Umgebung richtet, tritt eine spezielle Software in Aktion. Sie erfasst das Gesicht der Personen und erstellt anschließend aus deren Gesichtszügen und einem ad hoc konstruierten 3D-Modell eine Identitätssignatur. Diese Signatur wird an einen Server übermittelt und mit anderen in einer Datenbank gespeicherten Signaturen verglichen. Im Falle eines Treffers werden der Name und das Profil des Fotografierten samt sämtlicher Twitter- oder Facebook-Daten zurückgeschickt. Das System kombiniert dazu Technologien des Cloud Computing, der Gesichtserkennung, sozialer Netze und der erweiterten Realität (augmented reality).
Hierzu erklärte der Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion, Hubert Ulrich: „Es ist unglaublich, dass solches Tierelend über Jahre hinweg zwar dokumentiert wurde – aber nicht im Interesse der Tiere gehandelt wurde. Mit der Verhängung von Bußgeldern ist den Tieren nicht geholfen. Es ist ein Skandal, dass die Rinder dem Halter bis jetzt noch nicht weggenommen worden sind. Anlässe dazu hat es genug gegeben. Wir Grüne fordern die zuständigen Behörden umgehend tätig zu werden und dem Halter die Tiere endlich wegzunehmen.“
Die Grünen sehen sich darin bestätigt, dass dem Tierschutz im Saarland ein höherer Stellenwert eingeräumt werden müsse. Im Koalitionsvertrag seien viele tierschutzrechtlich relevante Verbesserungen, wie beispielsweise die Einführung eines Verbandklagerechtes für Tierschutzverbände, die Stärkung des ehrenamtlichen Tierschutzes und der Berufung eines ehrenamtlichen Tierschutzbeauftragten fixiert worden, für die sich die Grünen im Landtag seit Jahren eingesetzt hätten. Diese würden nun zügig umgesetzt. „Wir wollen, dass Tiere zukünftig nicht einfach als Nutzobjekte betrachtet werden, sondern als Mitgeschöpfe mit einem Recht auf artgerechtes Leben.“ so Ulrich abschließend.
Quelle:
Claudia Beck
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