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Das Umweltministerium informiert

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Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2009 liegen vor

 

Die Ergebnisse des Waldzustandsberichtes 2009 wurden am 4. Februar an der Scheune Neuhaus vorgestellt. Im Rahmen einer Pressekonferenz erläuterten Umweltstaatssekretär Klaus Borger, Herr Erich Fritz vom SaarForst-Landesbetrieb, Dr. Karl Dieter Fetzer vom Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz sowie ein Vertreter der Universität Trier die Ergebnisse der aktuellen Untersuchungen.

 

Demnach b leibt der Stand der Gesamtschäden mit 82% gegenüber dem Vorjahr unverändert - weiterhin weisen also nur 18% der untersuchten Bäume keine äußerlichen Kronenschäden auf. Die deutlichen Waldschäden haben sich geringfügig um 3 Prozentpunkte auf 35% vermindert. Nach der absoluten Höhe deutlicher Schäden bleibt die Kiefer die am stärksten geschädigte Hauptbaumart (57%), vor Eiche (47%), Buche (44%) und Fichte (23%).

 

„Die Besonderheiten im Jahr 2009 lagen in dem sehr frühen und für alle Baumarten fast gleichzeitigen Austrieb im Frühjahr nach einem außergewöhnlich warmen April und einer sehr starken Fruktifizierung der Laubbäume“, so Umweltstaatssekretär Klaus Borger. „Bei den meisten Baumarten verbesserte sich die Vitalität mit Rückgang deutlicher Kronenschäden merklich. Eine Ausnahme stellte die Buche dar, deren Blatt- und Kronenentwicklung durch den starken Fruchtbehang vermindert war. Als Folge bildeten die Buchen weniger und kleinere Blätter aus, was sich in einer stärkeren Kronentransparenz und – verlichtung niederschlug.“

 

Daher stiegen die deutlichen Waldschäden bei der Buche im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozentpunkte an, während sie bei den meisten anderen Baumarten abgenommen haben: bei Eiche und Fichte um 6 Prozentpunkte, bei der Kiefer 10 Prozentpunkte.

 

„Derzeit entwickeln wir die Waldzustandserhebung weiter. So werden wir z.B. bei der nächsten Waldzustandserhebung den Faktor Wildschaden in die Gesamtbetrachtung mit einzubeziehen. Dies wird uns helfen, einen Gesamteindruck über den Zustand des Saarwaldes zu erhalten“, so Umweltstaatssekretär Borger. „Ziel muss es sein, alle Maßnahmen zu ergreifen, die eine natürliche Revitalisierung unserer Waldstandorte (Böden, Krautschicht und Naturverjüngung der Waldbäume) fördern. Eine Zunahme der Biomasse führt zu einer Verbesserung der Nährstoffkreisläufe und damit zu einer nachhaltigen Verbesserung der Bodenzustände.“

 

 

Hintergrund:

 

Entwicklung der Waldschäden von 2008 auf 2009 im Überblick:

 

2008                          2009

 

Gesamtschäden                                                      82 %                          82 %

 

deutliche Schäden                                                  38 %                          35 %

 

Buche                                                            33 %                          44 %

Eiche                                                             52 %                          47 %

Kiefer                                                            67 %                          57 %

Fichte                                                            30 %                          23 %

 

deutliche Schäden in älteren Beständen              53 %                          51 %

 

deutliche Schäden in jüngeren Beständen           16 %                          13 %

 

Neue Energie für berufliche Bildung

Umweltministerin zu Gast im RAG Bildungszentrum Fenne

 

Die saarländische Umweltministerin Dr. Simone Peter folgte heute der Einladung der RAG BILDUNG Saar GmbH in das Aus- und Weiterbildungszentrum Völklingen Fenne. Beim Werkstattrundgang präsentierte Geschäftsführer Harry Laufer der Ministerin zunächst die Einrichtung mit den zahlreichen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Themenbereichen wie zum Beispiel Elekrotechnik, Mechatronik oder Schweißen. Bereits während des Rundgangs stellten sich einige Berührungspunkte zwischen dem Amt der Ministerin und der Ausrichtung der RAG BILDUNG Saar GmbH heraus. Besonders die Darstellung der Entwicklung des Unternehmens, von der montangeprägten Tradition zum innovativen Bildungsspezialisten, der sich verstärkt das Thema erneuerbare Energien auf die Unternehmensfahnen geschrieben hat, stießen bei der Ministerin auf reges Interesse.

 

„Es freut mich, dass es bereits konkrete Ideen für Projekte und Ausbildungsschwerpunkte im Bereich regenerative Energien bei der RAG BILDUNG Saar GmbH gibt“, erklärte die Ministerin Dr. Peter bei ihrem Besuch.


Harry Laufer, Geschäftsführer der RAG BILDUNG Saar GmbH bestätigte den Bedarf der Wissensvermittlung zu erneuerbaren Energien aus seiner beruflichen Praxis. „In der Aus- und Weiterbildung finden Themen zu erneuerbaren Energien oder Energieeffizienz bislang zu wenig Berücksichtigung, obwohl diese für Betriebe zukünftig immer bedeutsamer werden“, erläutert er.

Das Unternehmen machte deutlich, dass sukzessive auch in die technisch-gewerbliche Ausbildung Module beispielsweise zu Geothermie oder Photovoltaik integriert werden sollen.

In der Weiterbildung ist das Bildungsunternehmen indes schon weiter. „Erste Erfolge haben wir bereits mit dem derzeit laufenden IHK-zertifizierten Lehrgang des „Fachberaters für Energieeffizienz“ erzielt, der in Kooperation mit der saarländischen IHK und Argesolar entwickelt wurde“, erläuterte Geschäftsführer Laufer.

Aktueller Planungsstand „Stadtmitte am Fluss“ in Brüssel vorgestellt

 

 

Das Ergebnis des Konsultationsgespräches mit Mitarbeitern der EU-Kommission am 3. Februar in Brüssel anlässlich der Rückfragen zum Großprojektantrag Stadtmitte am Fluss bewerten Land und Stadt Saarbrücken positiv. Die Mitarbeiter der EU-Kommission haben sich anerkennend zu den umfassenden Antragsunterlagen und zur schriftlichen Beantwortung der ersten Kommissionsfragen geäußert. Der unterbrochene Prüfungsprozess der EU-Kommission wird nun fortgesetzt – Fragen zu weiteren Themenkomplexen wurden zeitnah angekündigt.

 

An dem Treffen auf der Fachebene nahmen von Saarbrücker Seite eine zehnköpfige Delegation aus Vertretern der Landeshauptstadt und des Landes teilnehmen. Von Seiten der Stadt war unter anderem Baudezernentin Dr. Rena Wandel-Hoefer vertreten, von Seiten des Landes u. a. Umwelt-Staatssekretär Dieter Grünewald.

 

Die EU-Kommission nahm mit Vertretern aus verschiedenen Fachbereichen (u. a. Fachabteilung Umwelt sowie Fachabteilung Finanzen) der für den Großprojektantrag zuständigen Generaldirektion Regionalpolitik am Gespräch teil.

 

„Die Komplexität des Projektes erfordert nach Einschätzung der EU über die Antragsunterlagen hinaus einen intensiven direkten Informationsaustausch, der mit dem gestrigen Gespräch in Brüssel begonnen wurde“, erklären Wandel-Hoefer und Grünewald.

 

In der vertiefenden Diskussion konnten insbesondere Ergebnisse des seit Antragseinreichung weitergeführten Planungsprozesses dargestellt werden, die in den Großprojektantrags-Unterlagen noch nicht enthalten sein konnten. „Die Kernziele des Projektes als Leitinvestition für die Großregion konnten von den Gesprächspartnern ebenso nachvollzogen werden wie die Ziele zu Hochwasserschutz, Lärmminderung und Verbesserung des Stadtklimas“, sagen Wandel-Hoefer und Grünewald.

 

Die für die Genehmigung des Projektes eingeleiteten Verfahren (z.B. Prüfung der Umweltverträglichkeit) wurden begrüßt, ihre konsequente Fortführung wird von der EU erwartet.

 

Besonderes Lob fand das umfassende Bürger-Beteiligungsverfahren, die Kommission wünscht eine Fortsetzung dieses Abstimmungsprozesses mit der Öffentlichkeit auf dem erreichten hohen Niveau.

 

Zur Beschleunigung des Prüfungsprozesses wurde die Reise eines leitenden Mitarbeiters nach Saarbrücken und die Möglichkeit direkter Konsultationen vor Ort angeboten. Die Gesprächsteilnehmer von Land und Stadt kehren aus Brüssel mit einem zuversichtlich-konstruktiven Grundtenor zurück.

 

 

Quelle:
Ministerium für Umwelt

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