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Bundespräsident Horst Köhler zu Besuch in Bitburg und Trier

koehler_porta_nigraMinisterpräsident Kurt Beck begrüßte gestern Bundespräsident Horst Köhler zu seinem ersten offiziellen Besuch nach seiner Wiederwahl in Rheinland-Pfalz. Um innovative Ideen von Unternehmen kennenzulernen, besichtigten sie gemeinsam die Städte Bitburg und Trier.  Erste Station nach der Ankunft auf dem Flugplatz Spangdahlem war am Vormittag ein Besuch der Bitburger Brauerei, wo Köhler das personalpolitische Konzept ‘Herausforderung Zukunft’ vorgestellt wurde. Nach weiteren Kurzvorträgen zum Unternehmen führte der erster Regionalbesuch des Bundespräsidenten in seiner zweiten Amtszeit anschließend nach Trier. Oberbürgermeister Klaus Jensen, sowie die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer, begrüßten das Staatsoberhaupt, dessen Gattin Eva Luise Köhler und Ministerpräsident Kurt Beck mit Ehefrau Roswitha am Mittag im Warsberger Hof, um sich gemeinsam mit dem Bundespräsidenten ein Bild von dem gemeinnützigen Bürgerservice Trier GmbH geführten Gastronomiebetrieb und über die Integration benachteiligter Menschen zu machen.

Nach dem Mittagessen flanierte das Ehepaar Köhler vom Hauptmarkt über die Simeonstraße zur Porta Nigra. OB Jensen erläuterte hierbei  den Ehrengästen die am Weg liegenden Sehenswürdigkeiten der ältesten Stadt Deutschlands.  Trotz einem Höchstmaß  an Sicherheitspersonal gab sich das Ehepaar Köhler während des 20-minütigen Spaziergangs bürgernah und suchte immer wieder mit Passanten und Touristen das Gespräch. Auf die Frage, warum er in letzter Zeit häufig in Rheinland-Pfalz zu Gast sei, antwortet Köhler:  „ Es steht außer Zweifel, dass Trier zu den klassischen Städten Deutschlands gehört und eine Stadt mit  großen Geschichte und Tradition ist. Von daher komme ich immer gerne hierher, besonders wenn ich gemeinsam mit meiner Frau mehr Zeit habe, mir die beeindruckenden Sehenswürdigkeiten von der Nähe anzuschauen. Rheinland- Pfalz ist wunderbar, die Leute sind wunderbar und daher freue ich mich immer wieder auf einen nächsten Besuch.“

Aber auch ernsten Themen, wie den ersten Jahrestag der Bluttat von Winnenden, wich der Bundespräsident nicht aus: ” Diese Tat muss uns  für die Zukunft aufmerksamer machen. Ich werde mich persönlich darum kümmern, dass wir in Zukunft eine Kultur der Achtsamkeit voranbringen, damit Katastrophen wie Winnenden und Erfurth, die aus einer komplizierten und sicher auch verzweifelten Situation der Unaufmerksamkeit heraus entstanden sind, nicht mehr geschehen  werden.  Die Täter wie die Opfer leiden  unter bestimmten Bedingungen und  Situationen und keiner nimmt oft davon Notiz. Wir müssen uns  hier alle intensiver diesem Ganzzeitthema widmen, vor allen Dingen dann, wenn die Trauer bei den Angehörigen abebt und man sich  wieder anderen Themen zuwendet. Deshalb werde ich auch selbst an der Jahresgedenkfeier in Winnenden teilnehmen und den Angehörigen der Opfer Trost und Mut zusprechen”.

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Text, Film-und Fotoaufnahme:

Dieter J. Maier

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