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Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes provozieren Beschäftigte

logo-verdi-saarver.di-Landesbezirksleiter Alfred Staudt bezeichnete es als eine Provokation der öffentlichen Arbeitgeber von Bund und Kommunen, in der zweiten Verhandlungsrunde wieder kein Angebot zur Tarif- und Besoldungsrunde im öffentlichen Dienst vorzulegen.

ver.di fordert im Gesamtvolumen 5 % mit sozialer Komponente und weiteren Elementen. ver.di hatte die Entgelttabellen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst im Bereich der Kommunen und des Bundes zum 31. Dezember 2009 gekündigt. Betroffen sind im Saarland über 29.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Beamtinnen und Beamte.

Staudt sagte, die Reaktion in den Betrieben und Dienststellen reiche von Wut bis völligem Unverständnis. In einer Zeit, in der die Bundesregierung sich ziert, Möglichkeiten zu nutzen, wahrscheinlich Steuerhinterziehungen in Milliardenhöhe beizutreiben, haben Müllerwerker, Krankenschwestern und Erzieherinnen kein Verständnis dafür, dass ihnen eine Lohnerhöhung vorenthalten werden soll. Die Beschäftigten bei Bund und Kommunen werden auf die Arbeitgeberprovokation die notwendige deutliche Antwort geben. Morgen, 2. Februar 2010, wird die Landesbezirkliche Arbeitskampfleitung die Detailplanung für Warnstreiks vornehmen, welche im Saarland – wie in der Bundesrepublik – unmittelbar am Folgetag beginnen könnten. Betroffen hiervon könnten unter anderem Stadt- und Gemeindeverwaltungen, kommunale Krankenhäuser, Müllabfuhren und Verbrennungsanlagen, Stadtwerke und Bundesdienststellen im Saarland sein.

Abschließend sagte Staudt, dass die Arbeitgeber es nun zu verantworten haben, dass die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, auch im Saarland, bis zur dritten Verhandlungsrunde, vom 10. bis 12. Februar 2010, die notwendige Antwort geben.

Quelle:
Verdi Saar

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