Ministerium fördert Bau eines Regenüberlaufs in Diefflen
Bauförderung war früher noch mit einem Geldschein zu bezahlen
Rund 85.100 Euro stellt das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr über die „Aktion Wasserzeichen“ für den Bau eines Regenüberlaufs in der Dillinger Straße im Stadtteil Diefflen zur Verfügung. Umweltministerin Simone Peter übergab am 26. Januar einen entsprechenden Förderbescheid im Dillinger Rathaus.
„Die mit der „Aktion Wasserzeichen“ geförderten Maßnahmen reduzieren das Fremdwassers in unseren Abwassersystemen. Damit verbessern sie die Wirkungsweise saarländischer Kläranlagen und reduzieren gleichzeitig die Kosten der saarländischen Gebührenzahlerinnen und Gebührenzahler“ , so Umweltministerin Simone Peter.
Denn eine effiziente Abwasserreinigung setzt voraus, dass auch die Abwassermengen auf das notwendige Maß reduziert sind. Daher sollen Abwässer, die von ihrer Herkunft und Beschaffenheit her nicht gereinigt werden müssen, möglichst auch nicht in Abwasseranlagen eingeleitet werden. Hierzu zählen z.B. das in die Kanalisationen eingeleitete nicht behandlungsbedürftige Oberflächenwasser und das sog. Fremdwasser.
Gerade im Saarland repräsentieren Regenwasser und Fremdwasser mit über 70 % den weitaus größten Teil der Abwassermenge. Die daraus resultierenden Gewässermehrbelastungen einerseits und die technischen und finanziellen Folgewirkungen für den Anlagenbau, den Anlagenbetrieb und die Abwasserabgabe andererseits sind enorm.
Hintergrundinformationen:
Die „Aktion Wasserzeichen – Förderprogramm zur Regenwasserbewirtschaftung“ ist ein Programm des Saarländischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Verkehr, mit dem die Gemeinden und Städte des Saarlandes bei ihren Bemühungen, Fremdwasser von reinigungsbedürftigem Abwasser zu trennen, finanziell unterstützt werden. In den letzten 10 Jahren wurden mit diesem Programm insgesamt über 693 Maßnahmen mit Zuschüssen von etwa 102 Mio. Euro unterstützt. Gefördert werden:
- 65 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten für lokale Maßnahmen zur Entflechtung des Fremd – und Regenwassers.
- 15 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten für Bürgerprogramme, bei denen die Kommunen die Nutzung und Versickerung von Regenwasser (z.B. durch Gründächer) in Privathaushalten fördern.
Quelle:
SAARLAND - Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr
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