PomBioTech GmbH unterstützt Anti-Doping-Labore
Das Saarbrücker Biotechnologieunternehmen PomBioTech GmbH gab heute bekannt, dass es ihm im Rahmen einer Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule Köln gelungen ist, einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Doping zu leisten. Wissenschaftlern der PomBioTech GmbH und des Instituts für Biochemie der Deutschen Sporthochschule ist es gelungen, ein Abbauprodukt (Metabolit) des anabolen Steroids Metandienon, das durch rein chemische Methoden nicht synthetisiert werden konnte, mittels biotechnologischer Verfahren herzustellen.
Metandienon ist ein anaboles Steroid und zählt seit Jahren zu den am häufigsten missbräuchlich verwendeten Anabolika im Profi- und Amateur-Sport. Die Einnahme von Anabolika führt im Allgemeinen zu einem gesteigerten Aufbau von Muskelmasse. Insbesondere in Kraftsportarten kommt der Einsatz von Metandienon und anderen anabolen Steroiden häufig vor.
Der missbräuchliche Einsatz von anabolen Steroiden ist oftmals nur schwer zu belegen. Häufig werden diese Substanzen vom Körper sehr schnell abgebaut und sind damit selbst nicht mehr nachweisbar. Es besteht jedoch grundsätzlich die Möglichkeit, die Einnahme von Doping-Mitteln auch durch den Nachweis bestimmter Metabolite im Körper festzustellen. Der Nachweis von Metandienon erfolgt durch die Untersuchung des Urins auf Abbauprodukte des Steroids. Problematisch in diesem Zusammenhang ist, dass die meisten dieser Metabolite kurzlebig sind d.h. nur innerhalb eines kurzen Zeitraums nach Einnahme des Doping-Mittels im Körper nachweisbar sind (zwischen 5-6 Tagen). Forschern des Institutes für Biochemie der Deutschen Sporthochschule in Köln um Prof. Schänzer ist es vor einiger Zeit gelungen einen neuen Metandienon-Metaboliten zu identifizieren, der bis zu 19 Tage nachgewiesen werden kann. Somit erlaubt dieser Metabolit (die chemische Bezeichnung lautet 20-Hydroxy-NorMetandienon), auch Metandienon-Doping in Trainingsphasen vor Wettkämpfen nachzuweisen. Zum eindeutigen Nachweis ist es jedoch wünschenswert, eine sogenannte gereinigte Referenzprobe dieser Substanz zu besitzen. Im Falle des angesprochen Metaboliten war es jedoch bis jetzt nicht möglich, diese im Körper produzierte Substanz synthetisch herzustellen.
Forschern der PomBioTech GmbH und des Instituts für Biochemie der Deutschen Sporthochschule ist es nun gemeinsam gelungen, diesen Metaboliten unter Verwendung eines auf gentechnisch veränderten (rekombinanten) Spalthefen beruhenden Verfahrens effizient zu produzieren und danach mit modernsten Methoden zu charakterisieren. Darüber hinaus ist es gelungen, die chemische Struktur dieses Metaboliten zu bestätigen. Mit der Herstellung dieses Metaboliten verfügen Anti-Doping-Labore nun über eine zusätzliche Waffe im Kampf gegen Metandienon-Missbrauch.
Dr. Andy Zöllner, PomBioTech GmbH: „Wir freuen uns, mit unserer patentgeschützten Spitzentechnologie einen Beitrag zur Bekämpfung des Missbrauchs von anabolen Steroiden geleistet zu haben. Darüber hinaus freuen wir uns auf weitere Kooperationen mit der Deutschen Sporthochschule Köln und hoffen, auch in Zukunft Anti-Doping-Labore weltweit mit unser Technologie erfolgreich zu unterstützen.“
Über PomBioTech
Die PomBioTech GmbH wurde im April 2006 von dem Biochemiker PD Dr. Matthias Bureik und dem Unternehmensberater Dr. Armin Laux als Spin-off des Instituts für Biochemie der Universität des Saarlandes gegründet und hat ihren Sitz im Starterzentrum in Saarbrücken.
Quelle:
Dr. Andy Zöllner
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