Kinder und Betreuung - Britz begrüßt Entscheidung des Stadtrates
1. Dezember zum Ausbau des Montessori-Kinderhauses Rußhütte sowie den Neubau einer Kita mit Krippenplätzen auf dem Kirchberg.
Die Planung, die Krippenplätze an diesen beiden Standorten auszubauen erfolgt vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz ab 2013. Durch das Bundesgesetz werden in Saarbrücken rund 720 zusätzliche Krippenplätze benötigt. 200 Krippenplätze werden von der Landeshauptstadt ausgebaut, 350 von freien Trägern. Der Rest soll durch Tagespflegeplätze abgedeckt werden.
Oberbürgermeisterin Charlotte Britz: „Mit dem Ausbau von Krippeplätzen gehen wir auf die Bedürfnisse der Familien ein und ermöglichen Müttern und Vätern ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Beruf und Familie. Mit der Entscheidung für den Ausbau der Krippenplätze auf der Rußhütte und Am Kirchberg zeigen wir, dass die Verwaltung in der Lage ist, wohnortnahe Angebote zu schaffen, die den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gerecht werden. Mit der Erweiterung von Krippen, Kitas und Ganztagsschulen investieren wir in Saarbrückens Kinder und Familien und damit in die Zukunft unserer Stadt. Viele der Baumaßnahmen, die wir im Rahmen des Gesetzes durchgeführt haben, konnten bereits abgeschlossen werden.“
„Die vom Regionalverband ermittelten Zahlen zeigen einen Bedarf von 150 Betreuungsplätzen in Malstatt. In Rußhütte erfreut sich das Montessori-Kinderhaus steigender Beliebtheit. Hier haben Eltern bis September 35 Anfragen nach Krippeplätzen gestellt“, erklärte die Oberbürgermeisterin.
Die Stadt plant nun, den Bedarf an Krippeplätzen in Malstatt teilweise durch einen Ausbau des
Montessori-Kinderhauses Rußhütte abzudecken. In dem bis zu sechsgruppigen Haus könnten dann 20 zusätzliche Krippekinder betreut werden. Zudem ist eine weitere Kindergartengruppe angedacht.
Nicht nur aus pädagogischer Sicht sollte sich das ausgebaute Kinderhaus in der Nähe der Montessori-Grundschule befinden. Die Einrichtung hat darüber hinaus zur Qualitätssteigerung des Stadtteils beigetragen und sollte daher auch aus stadtteilbezogener sozialplanerischer Sicht dort untergebracht werden.
Neben dem Ausbau des Montessori-Kinderhauses plant die Verwaltung zudem eine Kindertagesstätte Am Kirchberg. Ursprünglich wurde der Standort als Alternative zu Rußhütte diskutiert. Die Bedarfszahlen für Malstatt hätten aber gezeigt, dass hier ein zusätzliches, eigenständiges Angebot sinnvoll wäre, sagte die Oberbürgermeisterin. Hier könne man sich eine Einrichtung mit ebenfalls sechs Gruppen vorstellen, um den Krippen- und Kitabedarf zu decken.
Mittelfristig strebt die Landeshauptstadt eine konzeptionelle modellhafte Zusammenarbeit zwischen schulischer und vorschulischer Bildung an. Unter den lokalen Rahmenbedingungen soll eine Vernetzung zwischen den Eltern, dezentralen Förder-, Hilfs- und Unterstützungsangeboten im Stadtteil unter Einbeziehung des Kinderbildungszentrums und des Stadtteilbüros entstehen.
Die Einrichtung einer Kita „Am Kirchberg“ in dieser Form ersetzt den ursprünglich geplanten Ausbau der Einrichtung in der Stromstraße. Hier waren zehn zusätzliche Krippenplätze geplant.
Quelle:
Tanja John
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