Herbstpressegespräch des VDP in Frankfurt
Deutscher Wein weiter im Vorwärtstrend
Foto: Jeremy Keith
“Wein ist weiter im Vorwärtstrend. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Weinlese 2009 den VDP-Prädikatsweingütern hervorragende Qualitäten in die Keller gebracht hat, gerade passend zum 100. Geburtstag, den der VDP im nächsten Jahr feiern wird”. Dies betonten der Präsident des VDP (Verband Deutscher Prädikatsweingüter) Steffen Christmann, der Regionalvorsitzende VDP-Rheingau und Präsidiumsmitglied des VDP-Bundesverbands, Wilhelm Weil, sowie Karl Schmidt, Regionalvorsitzender VDP-Franken, vergangenen Montag auf dem diesjährigen Herbst-Pressegespräch in Frankurt.
Steffen Christmann plädierte in seiner Presseerklärung auch weiter für eine stärkere Förderung gegenüber neuen Weinbetrieben:
“Wir haben bisher jährlich in unseren Verband drei bis vier neue Betriebe aufgenommen und dies werden wir auch in Zukunft weiter fortführen” so Christmann gegenüber Saar Report. “Es wird immer neue Betriebe geben und neue Talente, die nach oben kommen. Leider müssen wir uns aber auch von Betrieben verabschieden, die trotz aller Bemühungen nicht unserem Qualitätsstandart gerecht werden. Unsere Regionalvereine entscheiden hier eigenständig, ob ein Winzerbetrieb in den VDP aufgenommen wird. Es gibt immer Winzer, die einen guten Wein abfüllen, aber leider können nicht alle Winzerbetriebe ihre Qualität auf Dauer halten. Von daher müssen wir den Regionalvereinen die Entscheidung überlassen, welche davon in den VDP aufgenommen werden können. Die Weine werden von den Erzeugern selbst sehr kritisch beurteilt und nicht alle können als Großes Gewächs zugelassen werden. Dennoch wissen wir, dass wir diesbezüglich auch noch vom VDP aus arbeiten müssen. Bei uns sind viele der besten Weingüter Deutschlands vertreten, aber unter diesen gibt es natürlich nochmals Abstufungen. Auch haben wir feststellen können, dass der Sektkonsum zunimmt, während der Weinverbrauch etwas langsamer ansteigt“.
“Im Jubiläums-Jahr seines Bestehens hat unser Verband bei den Weinliebhabern und in der Weinwelt gleichermaßen eine enorme Anerkennung erreicht. Das Image Deutscher Weine und die Qualitätsaussage unserer Spitzenlagen knüpfen heute wieder an die Glanzzeiten des Deutschen Weines vor 100 Jahren an. Genau das wollen wir mit einem breiten Spektrum an Geburtstags-Aktivitäten, wie die lange Nacht der Weinkeller, WeinBergLeuchten oder dem Ball des Weines im Jahr 2010 ein ganzes Jahr lang feiern”, so Steffen Christmann weiter.
Die Weine der 200 Prädikatsweingüter sind mit dem Markenzeichen des VDP, dem Traubenadler, ausgezeichnet, der als Siegel für traditionsreiche Weinkultur gilt. Die Spitzenweine, die hier erzeugt werden, zählen zu den Besten der Welt. Ein besonderes Augenmerk beim Weinbau wird bei den VDP-Winzern auch die Bodenbeschaffenheit gelegt. Struktur und Textur des Bodens bestimmen maßgeblich den Stil des Weines. Kalkhaltige Böden ergeben Weine mit Finesse und einem guten Alterungspotential. Lehmhaltige Böden stehen für wuchtige Weine und sandige sowie kieshaltige Böden begünstigen eine frühere Reife der Beeren. Ausschlaggebend ist dabei die Mächtigkeit der jeweiligen Bodenschicht. Der Feuchtigkeitshaushalt des Bodens spielt ebenfalls eine überaus wichtige Rolle. Während in niederschlagsarmen Gegenden die Fähigkeit zum Speichern vorhandener Feuchtigkeit entscheidend ist, kommt in Gegenden mit hohen Niederschlagsmengen einer guten Drainagefähigkeit große Bedeutung zu. Die Rebe erbringt nur dann gute Qualität, wenn die Böden karg bzw. nicht zu fruchtbar sind. Somit ist es auch die Aufgabe der VDP-Winzer, dem Boden nur soviel Dünger zuzuführen wie von der Pflanze entnommen wird, um die Qualität ihrer Weine weiterhin halten zu können.
Quelle:
Dieter J. Maier
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