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Fürstlicher Besuch bei Villeroy & Boch

Prinzessin Stéphanie von Monaco zu Gast in Mettlach

von-boch-und-prinzessin-stefanie-monaco-032Als Vorsitzende und Gründerin der Stiftung „Fight Aids Monaco“ besuchte Prinzessin Stéphanie von Monaco am 6. November zusammen mit dem Mitglied des Aufsichtsrats, Luitwin Gisbert von Boch, das deutsch-französische Unternehmen Villeroy & Boch in Mettlach. Ziel und Aufgabe der von Villeroy & Boch unterstützten „Fight Aids Monaco“ ist es, an AIDS erkrankten Menschen und deren Familien psychologisch und materiell zu unterstützen. Die Stiftung organisiert informative Treffen an Schulen und Universitäten, sammelt Spenden im Rahmen von Wohltätigkeitsveranstaltungen und unterstützt Forschungsprojekte. Im Hinblick auf die Bedürfnisse der an AIDS erkrankten Menschen war es die Idee der Prinzessin, ein spezielles Refugium, das “Maison de vie”, zu schaffen, das mit speziellen Hilfsmaßnahmen für AIDS-Kranke ausgerüstet wird.

Nach der Grundsteinlegung im Mai dieses Jahres wurde auf einem 4500 m² großen Grundstück in der provencalischen Stadt Carpentras ein ca. 1000 m² umfassendes Areal geschaffen, das aus zwei Einheiten besteht. In der ersten Einheit befinden sich spezielle Räumlichkeiten wie Restaurant, Rezeption, Büros, Aufenthaltsräume, Mehrzweckraum, Krankenstation, Wäscherei etc. Die zweite Einheit bietet 8 Einzelzimmer und 10 Doppelzimmer  sowie ein Kinderzimmer. Insgesamt können auf diese Weise im „Maison de vie“ 28 Personen leben. “Die Einrichtung ist so gestaltet, dass auch  Menschen mit eingeschränkter Mobilität bestmöglich untergebracht sind. Im Hinblick auf die speziellen Wünsche und Bedürfnisse der an AIDS erkrankten Menschen gab ich selbst den Anstoß, diese nicht-medizinische Einrichtung so gestalten zu lassen, dass nicht nur den Betroffenen Rückzugsmöglichkeiten, psychologische Hilfe und medizinische Betreuung geboten werden, sondern auch noch Raum für persönliche Lebenqualität bleibt”, so Prinzessin Stephanie in perfektem Französisch gegenüber Saar Report. Bei ihrem Aufenthalt in Mettlach nutzte die jüngste Tochter von Fürst Rainier die Gelegenheit, das Projekt und ihre Arbeiten im Detail vorzustellen, doch dies war nur ein Grund, warum das Hauptinteresse der breiten Öffentlichkeit an diesem Tag ganz besonders Prinzessin Stephanie und nicht nur ihrer Stiftung oder dem sozialen Engagement des Mettlacher Traditionwerks galt.

Mit ihrem Lebensstil und Affären hatte die Prinzessin von Monaco jahrzehntelang für Schlagzeilen gesorgt.von-boch-und-prinzessin-stefanie-monaco-030 Stéphanie wuchs in Monaco auf und legte ihr Abitur an einer staatlichen Schule in Paris ab. Sie begann eine Ausbildung zur Modedesignerin, die sie aber vorzeitig abbrach, um als Assistentin bei Dior und später als Fotomodell zu arbeiten. Am 13. September 1982 verunglückte die Prinzessin zusammen mit ihrer Mutter auf einer Bergstraße zwischen La Trubie und Monaco und überlebte den Unfall mit schweren Verletzungen der Halswirbelsäule. Ihre Mutter erlag am folgenden Tag ihren Verletzungen. Stéphanie verkraftete den Tod ihrer Mutter und die Vorwürfe, den Unfallwagen selbst gesteuert zu haben, nur schwer. Sie ging ihre eigenen Wege, versuchte sich als Model, entwarf Mode und startete eine Karriere als Popstar. Nach ersten, großen Erfolgen mit einigen Songs schlief dieses Engagement aber bald wieder ein. Genauso unstet schien aber auch ihr Privatleben zu sein. In die Schlagzeilen geriet die Prinzessin immer wieder wegen ihrer häufig wechselnden Liebschaften. So war sie mit den Söhnen der französischen Filmstars Jean Paul Belmondo und Alain Delon zusammen, anschließend mit dem Makler Jean-Yves Lefur. 1995 heiratete sie ihren damaligen Leibwächter, die Ehe wurde jedoch bereits 1996 wieder geschieden. 2003 heiratete sie den zehn Jahre jüngeren Artisten Adans Lopez Peres, aber auch diese Verbindung gehörte nach nur einem Jahr wieder ihrer Vergangenheit an. Musikalisch veröffentlichte sie 1991 mit “Stéphanie” ihr zweites Album, das kein großer Erfolg wurde. Im selben Jahr nahm sie außerdem zusammen mit Michael Jackson den Song “In the closet” für Jackos Album Dangerous auf. Danach legte sie ihre Pop-Karriere für längere Zeit auf Eis und  beteiligte sich 2006 am französischen Benefiz-Song “L’or de nos vie”, dessen Erlöse an die Aids-Forschung gingen.

Inzwischen ist das jüngste Kind der Fürstenfamilie Grimaldi erwachsen und reif geworden. Nach zwei gescheiterten Ehen und Affairen, aus denen zwei eheliche und ein uneheliches Kind hervorgingen, wohnt die Fürstentochter inzwischen wieder mit ihren Kindern zu Hause in Fürstentum Monaco und kümmert sich dort u.a um ihre AIDS-Stiftung und die zahlreich stattfindenden Wohltätigkeitsveranstaltungen. Damit tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter, die, nach ihrer Heirat mit Fürst Rainier von Monaco, Glanz, Glamour und weltweite Aufmerksamkeit auf das kleine Fürstentum gezogen hatte. Seit dem Tod von Fürstin Gracia Patricia haben Stéphanie und ihre ältere Schwester Caroline mehr und mehr neben den eigenen auch die repräsentativen und gemeinnützigen Aufgaben der Mutter übernommen und sorgen heute -zusammen mit ihrem Bruder Fürst Albert- dafür, dass Monaco weiterhin ein Treffpunkt der Society aus aller Welt ist und bleibt.

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Quelle und Fotos und  Videoaufnahmen:

Dieter J. Maier

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