Kurt Beck: “Nie wieder Faschismus”
Foto: ximena
„Nie wieder! Nie wieder faschistische Diktatur! Nie wieder Krieg. Das ist die Botschaft, die von dieser Gedenkveranstaltung ausgehen muss. Wir dürfen nie vergessen, dass es die Nationalsozialisten waren, die mit ihrer menschenverachtenden Ideologie unvorstellbares Leid über die Welt gebracht haben.“ Das sagte Ministerpräsident Kurt Beck heute bei der Gedenkveranstaltung „In Bretzenheim gemeinsam gegen Nazis – Gedenken an alle Opfer von Krieg und Faschismus“ am Mahnmal für das ehemalige Kriegsgefangenlager „Feld des Jammers“. Die Bekämpfung des Rechtsextremismus bleibe eine der zentralen Herausforderungen für Staat und Gesellschaft.
Seit Oktober 1966 erinnert das Mahnmal an die Menschen, die das einst von Amerikanern und später von Franzosen betriebene Kriegsgefangenlager nicht überlebt hatten. Die meisten waren verhungert oder Seuchen und Krankheiten zum Opfer gefallen. Hunderttausende Kriegsgefangene „durchliefen“ dieses Lager unter katastrophalen hygienischen Bedingungen.
Gerade weil sich die Nazis heute um gesellschaftliche Akzeptanz bemühten, sei die gesamte Gesellschaft zu Achtsamkeit gefordert. Ministerpräsident Beck: „Auch die modernen Nazis stehen nach wie vor zu ihrer alten menschenverachtenden Ideologie. Sie grenzen Menschen aus und bekämpfen Minderheiten, Ausländer oder politisch Andersdenkende und schrecken auch vor Gewalt nicht zurück.“ Beck erinnerte an die Nazidiktatur, als Menschen wegen Behinderungen, ihres jüdische Glaubens oder weil sie Sinti oder Roma waren „nicht nur ausgegrenzt, sondern millionenfach systematisch ermordet wurden“. Das dürfe sich nicht wiederholen, so Ministerpräsident Kurt Beck–
Manfred Erlich gestorben
Kurt Beck: Sein großes Ziel war der Neubau der Speyerer Synagoge
Mit Bestürzung hat Ministerpräsident Kurt Beck die Nachricht vom Tode Manfred Erlichs aufgenommen. Der Geschäftsführer der Jüdischen Kultusgemeinde Rheinpfalz erlitt während einer Karibikkreuzfahrt einen Herzinfarkt, an dessen Folgen er starb. Manfred Erlich war von 1992 bis 2002 Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Mannheim. Ministerpräsident Beck würdigte ihn als „tatkräftigen“ Mitmenschen, der sich stets mit vollem Engagement für die Interessen der Jüdischen Gemeinde eingesetzt habe. Die Vollendung seines letzten und größten Projektes, den Neubau der Speyerer Synagoge, könne er nun nicht mehr erleben. Ministerpräsident Beck hatte gemeinsam mit Manfred Erlich an der Grundsteinlegung im November 2008 teilgenommen. Kurt Beck:
„Die neue Synagoge in Speyer war Manfred Erlich ein Herzensanliegen. Er hat es Geschäftsführer zudem geschafft, die Baukosten im Rahmen zu halten. Ich bin sicher, dass die Jüdische Gemeinde Rheinpfalz auch bei der Einweihung der Synagoge im kommenden Jahr die Leistungen von Manfred Erlich würdigen wird.“ In einem persönlichen Schreiben kondolierte der Ministerpräsident der Familie persönlich.
|
|
||||||||
Quelle:
Staatskanzlei Mainz
Druckansicht