Fünfte Fritz Walter-Gala am Deutschen Weintor in Schweigen
DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck haben am 30.10. am Deutschen Weintor in Schweigen/Rechtenbach anlässlich der fünften Fritz-Walter-Gala auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Ehrengäste begrüßt. Der 2002 verstorbene Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft von 1954 wäre an diesem Tag 89 Jahre alt geworden.
Unter den über 100 Gästen, die der Einladung der Fritz-Walter-Stiftung gefolgt waren, fanden sich neben Dr. Zwanziger und Kurt Beck auch der FCK-Sportdirektor Stefan Kuntz, 54er Weltmeister Horst Eckel, WM-Botschafterin Renate Lingor und Weltschiedsrichter Dr. Markus Merk. Aufgrund gesundheitlicher Probleme hatte Ottmar Walter dagegen kurzfristig absagen müssen. Durch das Programm führte neben Moderator Holger Wienpahl auch der Vorstandsvorsitzende der Fritz-Walter-Stiftung, Staatssekretär Roger Lewentz. Musikalisch wurde die Veranstaltung wie auch im vergangenen Jahr von Lars Reichow bereichert.

Insgesamt kamen durch Spenden an diesem Abend eine Summe von 100.000 Euro zusammen, die der Fritz Walter-Stiftung und dem Fritz Walter-Cup der Schulen in Rheinland-Pfalz zugute kommen. Der DFB hatte die Fritz Walter-Stiftung am 2. Juni 1999 gemeinsam mit dem Land Rheinland-Pfalz, dem DFB-Sportförderverein und dem 1. FC Kaiserslautern aus der Taufe gehoben. Deren Vorsitzender, Ministerpräsident Kurt Beck und der stellvertretende Vorsitzende der Stiftung Dr. Theo Zwanziger erinnerten sich während eines Interviews mit Holger Wienphal gemeinsam an einen der größten deutschen Sportler der Nachkriegsgeschichte und lobten nicht nur dessen bescheidene und gewinnende Art, sondern auch seinen enormen Einsatz für den deutschen Fußball. Der 1920 als Ältester von 5 Kindern in Kaiserslautern geborene Fritz Walter kam schon in frühester Jugend mit dem Fußball in Kontakt. Seine ersten Schritte auf dem Fußballplatz machte Fritz als Siebenjähriger in der Schülermannschaft des FV Kaiserslautern.
Nach seiner Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft 1945 spielte Walter erneut beim 1. FCK. Der Auswahl „Pfalz“, in der neben Fritz Walter noch sieben weitere Kaiserslauterer Spieler standen, bescheinigte der damalige Bundestrainer Sepp Herberger „Länderspielformat“. Walter stand fünf Mal in Endspielen um die deutsche Meisterschaft und wurde mit dem Verein 1951 und 1953 Deutscher Meister. In seiner Zeit beim 1. FC Kaiserslautern erzielte Fritz Walter in 384 Spielen 327 Tore. Sensationell ist diese Quote vor allem deshalb, weil er kein Stürmer sondern Mittelfeldspieler auf der Halbposition war. Fritz Walter war einer der erfolgreichsten Fußballer aller Zeiten: Weltmeister 1954, WM-Vierter 1958, Deutscher Meister 1951 und 1953, DM-Finalteilnehmer 1948, 1954, 1955, jeweils als Spielführer, 1953 Torschützenkönig aller deutschen Oberligen (38 Tore).
Fritz Walter starb am 17.Juni 2002 in seinem Wohnort Enkenbach/Alsenborn bei Kaiserslautern.
Quelle:
Dieter J. Maier /Foto: Dieter J. Maier
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