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Mit Optimismus in den Strukturwandel

Festakt zu “50 Jahre Tag X” mit Bundeskanzlerin Merkel in Saarbrücken

8. Juli 2009

p1011751Mit einem Festakt in der Saarbrücker Congresshalle haben die Spitzenorganisationen der Saarwirtschaft, IHK- Saarland, die Handwerkskammer des Saarlandes und die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) am 6.Juni die Rückgliederung des Saarlandes in den bundesdeutschen Wirtschaftsraum vor 50 Jahren begangen. Ganz im Zeichen einer ökonomischen Bilanz der “ersten deutschen Wiedervereinigung” und eines unvermeidlich optimistischen Blicks in die Zukunft sprachen sich der Direktor des Instituts für deutsche Wirtschaft in Köln, Prof. Dr. Michael Hüther, der Chef der IHK-Saar, Dr. theater domain austin Richard Weber und Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Fortführung der bisher angestrebten Wirtschafts-Strukturen im Saarland aus.

“Die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Strukturwandel sind Dank der geleisteten Wirtschaftsreformen hier ausgesprochen gut”, sagte Merkel in ihrer Begrüßungsansprache. Die Bundeskanzlerin ließ keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass die Integration Europas eine historische Notwendigkeit auch für Deutschland bedeute. Ebenso seien das Saarland zusammen mit Lotringen und Luxemburg immer noch eine der aktivste Euro-Regionen, da viele Berufspendler aus den Nachbarregionen vor allem in Luxemburg ihren festen Arbeitsplatz hätten. Das Saarland habe in den vergangenen Jahren notwendige Veränderungen angepackt und leiste somit einen wichtigen Beitrag auch für die bundesdeutsche Wirtschaft. Als Beispiel nannte sie den sozialveträglichen Ausstieg aus dem Bergbau, der im Saarland kein Signal zur Desindustriealisierung gewesen sei. Den wirtschaftlichen Aufholprozess habe das  Saarland insbesondere dem Erfolg der Industrie zu verdanken, die zusammen mit den Dienstleistern den regionalen Wirtschaftsaufbau enorm voran gebracht haben. Auch Ministerpräsident Peter Müller zog erwartungsgemäß ein p1011769positives Fazit der vergangenen fünfzig Jahre. Das Saarland gehöre mit zu den dynamischsten Bundesländern, die eindeutig bei einem Vergleich mit der Arbeitslosenquote und dem Bruttoinlandsprodukt unter den Westdeutschen Bundesländern auf Platz Eins liege. Diese erfolgreiche Entwicklung sah Ministerpräsident  Müller vor allem im Erfolg des Arbeitsmarkts begründet. “Dass die Arbeitslosigkeit im Saarland gerade durch die starke Erwerbsbeteiligung von Frauen, sowie bei älteren und jüngeren Arbeitnehmenr  gesenkt werden konnte, halte ich persönlich für eine wichtige Leistung auf dem Gebiet der wirtschaftlichen und sozialen Integration der Menschen inn unserem Land”,  so Müller in seiner Festastansprache.

Am Tag X, dem 6.Juli 1959, wurde das Saarland  gut 30 Monate nach der politische Wiedereingliederung auch wirtschaftlich ein Teil Deutschlands. Die französische Währung wurde durch die deutsche Mark ersetzt, die Zollgrenzen fielen und die saarländische Wirtschaft wurde nach vielen Jahren der Abschottung und  Desintegration den Marktchancen, aber auch der harten  Konkurenz im bundesdeutschen Raum, geöffnet.

Quelle und Fotos :

Dieter J. Maier

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