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Das Landgestüt Zweibrücken in Geschichte und Gegenwart

11. Juli 2009
Foto: Roadrunner38124
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Pferde: seit Jahrtausenden sind sie treue Begleiter des Menschen. Ob im Krieg oder im Frieden, im Polizeidienst oder beim Freizeitsport. Überall spielte und spielt das Pferd eine tragende Rolle und übt bis heute eine große Faszination auf die Menschen aus.
Die Stadt Zweibrücken nennt sich die Stadt der Rosen und der Rosse. Während bald im nahegelegenen fünf Hektar großen Rosengarten die Teehybride Vigrette, eine schwarze Rose, in voller Blüte steht, sind die edlen Rösser des Zweibrücker Gestüts von zeitloser Schönheit. In dem kleinsten deutschen Landgestüt werden seit 1755 die “Zweibrücker Warmblüter” gezüchtet.
Der berühmte Schimmelhengst “Fayoum”, den der französische Kaiser Napoleon während der Schlacht bei Austerlitz ritt, war übrigens ein Zweibrücker Zuchthengst. Napoleon erkannte schon sehr bald die Qualitäten dieser Zuchtpferde und verfügte 1806 die Wiedereinstellung des Gestüts.
Die Einstellung seines Hengstes”Fayoum” ist bis heute ein Zeugnis seiner Wertschätzung. Begonnen hat die Geschichte des Landgestüts vor über 250 Jahren, als Herzog Christian 1755 eine Verordung über die Aufstellung von Hengsten im Herzogtum Zweibrücken erließ. Als 1793 der Ansturm der französischen Besatzungstruppen zu bedrohlich wurde, begann man mit der Evakuierung der Pferde nach Rosieres aux selines bei Nancy. 1806 richtete Kaiser Napoleon das Gestüt wieder ein und ernannte es zum Gestüt erster Ordnung.
Trotzdem blieben die Pferde vor einer erneuten Evakuierung nicht verschont, als 1814 der bayrische Staat damit begann, sich die Pfalz einzuverleiben und eine provisorische Regierung einzusetzen. 1840 wurde die pfälzische Gestütsanstalt als bayrisches Land- und Stammgestüt Zweibrücken übernommen.
Nach den Wirren des ersten und zweiten Weltkriegs begann man 1960 mit der Einrichtung des Landgestüts Zweibrücken, zunächst aber nur als reiner Hengsterhaltngsbetrieb und vergrößerte die Gestütshalle im Zuge der Einrichtung eines Landesleistungszentrums. Das Wiederaufblühen des Reitsports und die damit verbundenen Möglichkeiten Reitpferde zu halten und zu züchten, forderte eine schnelle Umstellung des Hengstbestandes in Zweibrücken.
1983 wurde eine Besamungsstation für Pferde eingerichtet. 1993 wurde das Landgestüt zuständige Behörde für das Leistungsprüfungswesen der Pferde und im darauffolgenden Jahr in das Dienstleistungszentrum Westpfalz (DLR) http://besttrackingapps.comintegriert.
Das Landgestüt Zweibrücken, das allen Bürgerinnen und Bürgern aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland als Ansprechpartner zum Thema Pfred dient, versteht sich als Landesanstalt zur Förderung der Pferdezucht und des Reitsports. Es kann mit Stolz auf die geleistete Zuchtarbeit zurückblicken und alle Zeichen stehen auf Zuversicht, dass die Anforderungen auch in Zukunft erfüllt werden können.

Um mehr über das Landgestüt Zweibrücken zu erfahren, lohnt sich ein Besuch vor Ort . Das Gestüt ist montags bis freitags von 9:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 16: Uhr, sowie samstags von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr für Besucher geöffnet.

Telefonisch ist das Landgestüt unter der Nummer 06332/17556 unter den angegebenen Geschäftszeiten jederzeit erreichbar.

Quelle:
Dieter J. Maier,  Foto:(unten) Dieter J. Maier

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