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Archiv für Juli, 2009

Opernabend mit Anna Netrebko in Baden-Baden

Warum reist der Opernliebhaber nach Baden-Baden? Ein Grund ist natürlich das Festspielhaus, um dort internationale Stars einmal live zu erleben, die man sonst im heimatlichen Opernhaus nicht zu hören bekommt und nur aus Funk und Fernsehen kennt. So erlebten die Festspielbesucher der bekannten Kurstadt am vergangenen Mittwoch intensives Musiktheater in einer ungekürzten Fassung von Rachmaninows ” Aleko” und Tschaikowskys wenig bekannter Oper “Jolanthe” mit Weltstar Anna Netrebko.

Netrebko hatte nach ihrer Babypause überraschend schnell wieder zu ihrer alten Form zurück gefunden. Ihre schlanker Sopran, immer schon durch schier unendlichen Atem und strahlender, durchdringender Stimmgewalt veredelt, schien auch diesmal unverändert sicher und unangestrengt. So geriet die Primadonna auch im Duett mit Tenor Piotr Beczala nicht ins Hintertreffen und Dank der elegisch-fließenden Musikbegleitung strahlte Netrebkos verschattender, aber höhenstarker Mezzo im ausverkauften Baden-Badener Forum noch schöner. Zu einem atemberaubenden Kehlkopf-Konzert gerieten ihre Arien voller leuchtender Koleraturketten, gesungen mit rücksichtslosem Einsatz.

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Friedrich der Große und sein Schloss Sanssouci

Preußen, meinte Reichskanzler Otto von Bismark einmal, sei ein Athlet, allen voran die Hohenzollern. Sie überraschten in Europa nahezu jeden, denn wer hätte erwartet, daß dieses Geschlecht aus Landjunkern und Habenichtsen im Laufe der Jahrhunderte einen solch rasanten Aufschwung nehmen würde. Lange hatte diese Dynastie in Mittelmäßigkeit verharren müssen, bis im 17 Jahrhundert drei hohe hohenzollernsche Herrscher Preußen zu Ruhm und Macht verhalfen. Der größte von ihnen war wohl Friedrich der Zweite, den seine Zeitgenossen schon den Großen nannten. Er hatte Preußen zur Großmacht empor gekämpft, als Gegenmacht Österreichs und zeitweilig beinahe ganz Europas. Zur Verblüffung, zum Schrecken oder zur Begeisterung der Mitwelt. Zum Staunen noch aus allen Generationen seither.

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Categories: Tourismus, Zeitgeschichte

Schloss Karlsberg- ein vergessenes Versailles

Seit einiger Zeit kann man auf dem Karlsberg bei Homburg wieder auf gut beschilderten Wegen Wanderungen zu den wenigen, noch erhaltenen Resten des legendären Schlosses Karlsberg unternehmen, die zum großen Teil wieder neu ausgegraben und restauriert wurden. Mit den neuen Wegbeschilderungen und Restaurierungsmaßnahmen der Schlossruinen hat es sich die Stadt Homburg zur Aufgabe gemacht, jedem interessierten Besucher die Geschichte von Schloss Karlsberg wieder näher zu bringen.
Und das ist eine fantastische Geschichte. Sie handelt von der größten Landresidenz Europas-größer als Versailles. Von verwunschenen Parks, Tempeln und Theatern, Tiermanegarien, überhaupt von einem der großartigsten Orte aus der alten Zeit der Fürsten und Herzöge. Das alles und noch manches mehr hat es hier auf dem Karlsberg bei Homburg tatsächlich gegeben.

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Categories: Zeitgeschichte

Das Landgestüt Zweibrücken in Geschichte und Gegenwart

Pferde: seit Jahrtausenden sind sie treue Begleiter des Menschen. Ob im Krieg oder im Frieden, im Polizeidienst oder beim Freizeitsport. Überall spielte und spielt das Pferd eine tragende Rolle und übt bis heute eine große Faszination auf die Menschen aus.
Die Stadt Zweibrücken nennt sich die Stadt der Rosen und der Rosse. Während bald im nahegelegenen fünf Hektar großen Rosengarten die Teehybride Vigrette, eine schwarze Rose, in voller Blüte steht, sind die edlen Rösser des Zweibrücker Gestüts von zeitloser Schönheit. In dem kleinsten deutschen Landgestüt werden seit 1755 die “Zweibrücker Warmblüter” gezüchtet.

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Categories: Zeitgeschichte

Das Bad Bergzaberner Land

Hektik, Streß und das zu schnelle Zurückgreifen auf immer vielfältigere Tiefkühl- und Fertigprodukte gehören immer mehr zum Küchenalltag der heutigen Single- und Familienhaushalte.

Durch diese rasante und auch gesundheitsbedenkliche Entwicklung droht nicht nur ein großer Teil der Esskultur, sondern auch der Lebensqualität in Deutschland unwiderbringlich verloren zu gehen. Aus diesem Grund setzen sich immer mehr Gastronomie- und Tourismusverbände für eine gehobene Küchen- und Tafelkultur ein, denn der Besuch eines guten Hotels oder Restaurants ist nach wie vor ein Garant für Lebensqualität und herausragenden Genuss. Das Bad Bergzaberner Land, eines der bekanntesten Weinanbaugebiete Deutschlands, bietet hierbei mit seinem idealen Klima und seiner einmaligen Naturschönheit den passenden Rahmen für einen gelungenen Kurzurlaub oder ein genussvolles Wochenende. Schon die Römer haben hier an den sanft eingebetteten Rebhängen Wein angebaut, der schon damals wegen seiner ausgezeichneten Qualität bekannt und beliebt war. Die idealen Arbeitsbedingungen weiß auch die heutige junge Winzer- und Landwirtsgeneration zu schätzen, die in den letzen Jahren durch klassische Weine, biologisch angebaute Feldfrüchte und Bio-Fleisch auf sich aufmerksam gemacht hat.

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Das Leben des Reichskanzlers und seine Spuren in Homburg und Umgebung

Fürst Otto Eduard Leopold von Bismarck. Kein anderer Name ist so eng mit der deutschen Geschichte verbunden, wie der des ersten deutschen Reichskanzlers und Reichsgründers. Dabei beschränkt sich dieser nicht nur auf die Etikettierung von erlesenen Speisen und Getränken, wie den Bismarcksekt, den Bismarckkorn oder den berühmten Bismarckhering. Nein, sein Name steht auch für Krieg und Blutvergießen, für die deutsche Reichsgründung, aber auch für weitreichende Reformen, wie die Einführung der Sozialversicherung…

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Categories: Kommentare, Zeitgeschichte

Festakt zu “50 Jahre Tag X” mit Bundeskanzlerin Merkel in Saarbrücken

Mit einem Festakt in der Saarbrücker Congresshalle haben die Spitzenorganisationen der Saarwirtschaft, IHK- Saarland, die Handwerkskammer des Saarlandes und die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände (VSU) am 6.Juni die Rückgliederung des Saarlandes in den bundesdeutschen Wirtschaftsraum vor 50 Jahren begangen. Ganz im Zeichen einer ökonomischen Bilanz der “ersten deutschen Wiedervereinigung” und eines unvermeidlich optimistischen Blicks in die Zukunft sprachen sich der Direktor des Instituts für deutsche Wirtschaft in Köln, Prof. Dr. Michael Hüther, der Chef der IHK-Saar, Dr. Richard Weber und Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Fortführung der bisher angestrebten Wirtschafts-Strukturen im Saarland aus.

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Gesetz zum Arbeitnehmerdatenschutz längst überfällig

„Die rheinland-pfälzische Landesregierung wird zum Gesetz zur Änderung datenschutzrechtlicher Vorschriften, das am kommenden Freitag im Bundesrat behandelt wird, nicht den Vermittlungsausschuss anrufen, ist aber dennoch der Ansicht, dass das Gesetz die Arbeitnehmerrechte beim Datenschutz bei weitem nicht ausreichend berücksichtigt.“ Das teilte Arbeitsministerin Malu Dreyer nach der Ministerratsitzung in Mainz mit. „Wir brauchen ein eigenständiges Arbeitnehmerdatenschutzgesetz, das die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wirkungsvoll schützt“, so die Ministerin. Die rheinland-pfälzische Landesregierung habe schon im November 2008 einen einstimmigen Beschluss des Bundesrats herbeigeführt, mit dem die Bundesregierung aufgefordert wird, den Arbeitnehmerdatenschutz nachhaltig zu verbessern.

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Die Geschichte der Karlsbergbrauerei – Teil 3

Nach dem verheerenden zweiten Weltkrieg erholte sich die Karlsberg-Brauerei relativ rasch von den Kriegsschäden, unter anderem, weil das Saarland unmittelbar nach Kriegsende an Frankreich angeschlossen wurde und der Karlsberg-Brauerei damit zügig neue Vertriebswege öffnete. 1957 braute die Karlsberg-Brauerei erstmals das bekannte “Feingold-Pils”, das in den goldenen 60 Jahren regelrechten Kultstatus genoss.
Die Stars des damaligen Unterhaltungsfernsehens wie Peter Frankenfeld, Lou van Burg, Walter Giller, aber auch Weltstar Curd Jürgens stellten sich unter dem Motto: “Feingold-Pils, ganz mein Geschmack” gerne für Werbespots mit der Karlsberg-Brauerei zur Verfügung.

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Categories: Allgemein, Zeitgeschichte

„50 Jahre Tag X“ in Homburg am 4. Juli 2009

Am 6. Juli 1959 – dem „Tag X“ – wurde das Saarland mit der Einführung der
D-Mark auch in wirtschaftlicher Hinsicht gleichberechtigtes Bundesland. Mit dem Fall der saarländisch-deutschen Zollschranken war zugleich dem „Wirtschaftswunder“ die Tür geöffnet worden.

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